Fußball

Bayern-Bosse legten ihr Veto ein Guardiola wollte Neymar statt Götze

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Teure Alternative: Mario Götze ließen sich die Bayern 37 Millionen Euro kosten.

(Foto: dpa)

Wenn Pep Guardiola ruft, kann kein Spieler widerstehen. Mit dieser Logik verteidigt selbst BVB-Coach Jürgen Klopp den Wechsel seines Dortmunder Mittelfeldstars Mario Götze zum FC Bayern. Jetzt verrät Uli Hoeneß: Guardiolas erste Wahl war Götze nicht.

Vor gut einem Monat platzte die Bombe: Mario Götze wechselt zur kommenden Saison zum FC Bayern. Sichtlich niedergeschlagen sprach BVB-Trainer Jürgen Klopp damals bei einer Pressekonferenz über die Beweggründe des Offensivspielers.  "Mario ist der Wunschspieler von Pep Guardiola. Und es ist für ihn die Chance, mit einem außergewöhnlichen Trainer zusammenzuarbeiten."

Klang und klingt plausibel. Dass Götze aber ganz oben auf dem Wunschzettel des designierten Bayern-Trainers stand, ist aber offenbar nicht richtig. Guardiola wollte eigentlich einen ganz anderen Spieler - der FC Bayern stellte sich aber quer.

"Guardiola hatte gewisse Vorstellungen, einen jungen brasilianischen Spieler zu kaufen. Aber wir waren in der Vergangenheit nicht so gut gelegen mit jungen Brasilianern", zitiert die 'Sport Bild' den Bayern-Präsident Uli Hoeneß. Dass es sich bei dem Brasilianer um Neymar handelt, ist kein Geheimnis.

Schon während seiner Zeit als Barҫa-Coach hatte Guardiola (vergeblich) versucht, den 21-jährigen Offensivstar vom FC Santos nach Spanien zu lotsen. Zwischenzeitlich war dessen Wechsel zu den Münchnern in Brasilien bereits als perfekt gemeldet worden. Bayern dementierte. Nun kickt Neymar in der neuen Spielzeit bei den Katalanen und bildet mit Weltfußballer Lionel Messi ein "Sturmduo des Schreckens" - und Guardiola muss sich bei den Bayern mit Götze zufriedengebeben. Denn die Club-Bosse überzeugten ihren neuen Trainer davon, dass Neymar ein Risiko hinsichtlich Kultur und Klima darstellen könnte.

"Wenn du einen holst, der 20 oder 30 Millionen Euro oder mehr kostet, dann ist es extrem schwierig. Wir haben es im Fall Breno erlebt", so Hoeneß weiter. Und weil Guardiola einen "ähnlichen Spieler haben wollte, sind wir dann auf Mario Götze gekommen". Dass es sich bei Nationalspieler Götze nicht wirklich um einen Zweite-Wahl-Spieler handelt, ist offensichtlich. Sonst hätten die Münchner sicherlich auch nicht 37 Millionen Euro Ablöse investiert.

Quelle: ntv.de, sport.de