Fußball

Spaniens erste Pleite seit 1993 Italien stellt Weltrekord trotz Dämpfer ein

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Umkämpft.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Seit drei Jahren ist Italiens Fußball-Nationalmannschaft ungeschlagen - und trotz des Dämpfers gegen Bulgarien stellt der Europameister einen Weltrekord ein. Spanien dagegen verliert in der WM-Quali erstmals seit 28 Jahren, während England deutlich siegt.

Der neue Fußball-Europameister Italien hat trotz einer ernüchternden Rückkehr in den grauen Alltag ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. 53 Tage nach ihrem Titeltriumph im Elfmeter-Drama des EM-Finales von London gegen Gastgeber England blieb die Squadra Azzurra in der WM-Qualifikation durch ein schwaches 1:1 (1:1) gegen Bulgarien im 35. Länderspiel nacheinander ungeschlagen und stellte damit die Bestmarke der früheren Weltmeister Brasilien und Spanien ein.

Durch das Remis gegen die Osteuropäer im vierten Spiel der Gruppe C verlor die Mannschaft von Trainer Roberto Mancini im Rennen um das Direktticket zur WM-Endrunde 2022 in Katar ihre bislang weiße Weste. In Florenz brachte Federico Chiesa (16.) die Italiener an seiner ehemaligen Wirkungsstätte zunächst in Führung, allerdings glich Atanas Ilijew (39.) unerwartet aus. Seine bislang letzte Niederlage hatte Italien im September 2018 gegen Portugal kassiert.

In Deutschlands Gruppe J behauptete Überraschungs-Spitzenreiter Armenien die Tabellenführung. Drei Tage vor dem Gruppenspiel in Stuttgart gegen die deutsche Nationalmannschaft trotzten die Armenier DFB-Schreck Nordmazedonien in Skopje ein torloses Remis ab. Rumänien hielt durch ein 2:0 (0:0) den Anschluss zum Spitzentrio.

Anders als Italien strebt Vize-Europameister England dem WM-Turnier weiter unaufhaltsam entgegen. Durch ihren vierten Erfolg mit einem souveränen 4:0 (0:0) beim deutschen EM-Vorrundengegner und bislang schärfstem Verfolger Ungarn festigten die Three Lions ihre Tabellenführung in der Gruppe I mit einer weiterhin makellosen Bilanz nunmehr vor Polen, das gegen Albanien nach der Führung durch ein Tor von Bayern Münchens Weltfußballer Robert Lewandowski 4:1 (2:1) gewann.

Wieder rassistische Beleidigungen in Ungarn?

England tat sich vor 60.000 Zuschauern in Budapest ebenfalls lange schwer. Gegen die kampfstarken Ungarn trafen Raheem Sterling (55.), Harry Kane (63.), Harry Maguire (69.) und Declan Rice (87.) erst nach der Pause. Getrübt wurde die englische Freude allerdings von Berichten über rassistische Anfeindungen in Budapest. Einige Zuschauer sollen während der Partie Affenlaute in Richtung von Jude Bellingham und Raheem Steerling gemacht haben, wie englische Medien übereinstimmend berichteten.

Ungarn war wegen diskriminierenden Verhaltens seiner Fans bei den EM-Spielen im Sommer dazu verurteilt worden, seine nächsten zwei UEFA-Heimpflichtspiele ohne Zuschauer auszutragen. Damals waren unter anderem französische Spieler rassistisch beschimpft worden. Die Partie in der WM-Qualifikation gehört jedoch zu einem Wettbewerb des Weltverbands FIFA, weshalb Zuschauer zugelassen waren.

An der Spitze der Gruppe E wahrte der Weltranglistenerste Belgien durch ein standesgemäßes 5:2 (2:1) in Estland auch dank eines Doppelpacks von Torjäger Romelu Lukaku seinen Vorsprung von drei Punkten auf Tschechien (1:0 gegen Belarus).

Einen Dämpfer hingegen musste EM-Halbfinalist Spanien hinnehmen. Die Iberer verloren durch ihre erste Niederlage in einer WM-Ausscheidung seit 1993 mit 1:2 (1:1) in Schweden die Tabellenführung der Gruppe B an die Skandinavier. Dem Ex-Weltmeister Spanien half auch die frühe Führung durch Carlos Soler (4.) nicht: Der Ex-Dortmunder Alexander Isak (5.) und Viktor Claesson (57.) drehten die Partie zugunsten der weiterhin makellosen Platzherren.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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