Fußball

Schwule Profi-FußballerLahm rät zu Vorsicht

13.01.2012, 19:48 Uhr
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Philipp Lahm, Kapitän der Nationalmannschaft, kritisiert Homophobie. (Foto: AP)

Der Bayern-Fußballer Philipp Lahm warnt seine Kollegen: "Im Stadion geht es selten politisch korrekt zu", so Lahm. Wer schwul sei, habe es nicht leicht im Stadion, wenn er dort jede Woche vor zehntausenden Zuschauern spielen müsse.

Der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, Philipp Lahm, hat schwulen Profi-Kickern zur Zurückhaltung geraten. "Ich glaube nicht, dass die Gesellschaft schon so weit ist, schwule Profi-Fußballer als etwas Selbstverständliches zu akzeptieren, so wie es in anderen Bereichen bereits möglich ist", sagte Lahm der "Frankfurter Rundschau".

Im Fußball herrsche noch ein anderes gesellschaftliches Klima: "Im Stadion geht es selten politisch korrekt zu", sagte Lahm. "Sicher, Politiker können sich heute als Homosexuelle outen, aber die müssen auch nicht Woche für Woche vor 60.000 Zuschauern spielen und dann womöglich auch noch schlecht."

Der 28-jährige Bayern-Spieler sah sich selbst immer wieder Spekulationen ausgesetzt, er sei schwul - was er stets bestritten hat. Unabhängig davon hat er sich stets gegen im Spitzensport engagiert. Der "Frankfurter Rundschau" sagte er dazu: "Wenn man meinen Namen bei Google eingibt, wird gleich an zweiter oder dritter Stelle das Begriffspaar 'Philipp Lahm schwul' angegeben. Was soll man da machen?"

Quelle: AFP