Fußball

Klopp-Vorgänger stirbt mit 73 Liverpool trauert um seinen Triple-Trainer

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Der FC Liverpool betrauert den Tod von Gerard Houllier.

(Foto: imago images/PanoramiC)

Gerard Houllier führt den FC Liverpool zu Beginn des Jahrtausends zu großen Erfolgen, 2001 gewinnt er mit dem Klub das wohl außergewöhnlichste Uefa-Cup-Finale in der langen Geschichte des Wettbewerbs. Nun ist einer der Vorgänger von Jürgen Klopp im Alter von 73 Jahren verstorben.

Der frühere Fußball-Erfolgstrainer Gerard Houllier, 2001 Uefa-Cup-Sieger mit dem FC Liverpool, ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Houllier war von Sommer 1992 bis Dezember 1993 französischer Nationaltrainer, mit PSG (1986) und Olympique Lyon (2006, 2007) gewann er die nationale Meisterschaft.

Seine erfolgreichste Zeit hatte Houllier aber in Liverpool. In der Saison 2000/01 gewann er mit den Reds den Uefa-Cup durch ein 5:4 im Finale von Dortmund gegen Deportivo Alaves - der erste internationale Titel für den Klub seit 17 Jahren. "Wir müssen immer dran denken, dass wir versuchen sollten, die Menschen glücklich zu machen", hatte Houllier vor dem Spiel gesagt. Erst in der 117. Minute wurden die Fans in Dortmund nach einem rauschhaften Finale final glücklich gemacht - durch ein spielentscheidendes Eigentor.

Im selben Jahr führte Houllier Liverpool mit den deutschen Nationalspielern Dietmar Hamann und Markus Babbel zum Erfolg in FA-Cup, Ligapokal und Uefa-Supercup. Bereits zu dieser Zeit klagte Houllier immer wieder über Herzprobleme und musste sich operieren lassen, aus gesundheitlichen Gründen verpasste er mehrere Spiele. "Die Nacht, in der er nach einer schweren Herzoperation gegen die Roma in Anfield sein Comeback gab, wird sich für immer in die Köpfe derer einbrennen, die dabei waren und es hörten", wird in einem Nachruf an Houllier erinnert.

"Dies war ein Mann mit Intellekt und Raffinesse, mit Leidenschaft und Tatkraft, der nie mehr Anerkennung suchte, als ihm zustand, der nicht einmal die Anerkennung suchte, die ihm zustand. In dieser Nacht jedoch, in diesen 90 Minuten, gehörte dieses Gebrüll, diese Wand aus Lärm, ihm allein. Niemand hat es mehr verdient."

Quelle: ntv.de, ter/sid