Fußball

Pokal-Mühsal gegen Viertligisten Mainz und Köln wenden Schmach ab

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(Foto: imago images/Jan Huebner)

Dem 1. FC Köln und dem 1. FSV Mainz 05 drohen im DFB-Pokal böse Peinlichkeiten. Doch die beiden Fußball-Bundesligisten stemmen sich nervenstark gegen den frühen Knockout und behalten gegen zwei mutige Viertligisten im Showdown vom Punkt die Nerven.

Eintracht Frankfurt hat mit seinem neuen Coach Oliver Glasner zum Saisonstart im DFB-Pokal eine Riesen-Enttäuschung erlebt. Der hessische Fußball-Bundesligist blamierte sich beim Drittligisten Waldhof Mannheim und flog schon in der ersten Runde nach schwacher Vorstellung mit 0:2 (0:0) raus. "Wir werden sehr, sehr hart mit uns ins Gericht gehen und das Spiel analysieren", verkündete der Coach. "Diesen letzten Glauben, diese letzte Überzeugung hatten wir nicht als Mannschaft. Natürlich ist das ein sehr enttäuschender Nachmittag."

Auch dem VfL Wolfsburg, der mit Ach und Krach gewann, droht trotz eines Sieges das Aus. Der Champions-League-Starter hatte sich in der Verlängerung mit 3:1 (1:1, 0:0) bei Preußen Münster durchgesetzt, doch der Viertligist erwägt nach Medienberichten einen Einspruch. Wolfsburg hatte sechsmal gewechselt, laut DFB-Statuten sind aber nur fünf Wechsel erlaubt. "Ja, es ist uns bewusst, dass Wolfsburg sechsmal gewechselt hat. Wir werden das intern besprechen und entscheiden, ob und wie wir dagegen vorgehen", sagte Münsters Manager Peter Niemeyer der "Bild".

Erst in zwei Elfmeterkrimis kamen der 1. FC Köln und FSV Mainz 05 gegen Regionalligisten glücklich weiter. Köln setzte sich vom Punkt mit 4:2 beim FC Carl Zeiss Jena durch, nach 120 Minuten stand es 1:1 (1:1, 0:1). Mainz hatte bei den Amateuren des SV Elversberg nach dem 2:2 (1:1, 0:0) nach Verlängerung beim 8:7 vom Strafstoßpunkt gute Nerven - und das Glück auf seiner Seite, als der insgesamt 16. Elfmeter an die Latte flog. "Im Elfmeterschießen steht es immer 50:50. Am Ende sind wir aber verdient weiter", sagte 05-Coach Bo Svensson. "Mein Kompliment an Elversberg. Die Leistung, die sie abgerufen haben, ist aller Ehren wert."

Selke erlöst Hertha von den Qualen

Mit mehr Mühe als erwartet lösten Hertha BSC in der Nachspielzeit (1:0 in Meppen) und Europapokal-Starter 1. FC Union Berlin (1:0 bei Türkgücü München) bei zwei Drittligisten ihre Pflichtaufgaben. Am Abend zog auch der SC Freiburg durch ein knappes 1:0 (1:0) bei den Würzburger Kickers in Runde zwei ein. Den höchsten Sonntag-Sieg feierte Zweitligist Fortuna Düsseldorf mit dem 5:0 (3:0) beim VfL Oldenburg; Liga-Rivale Jahn Regensburg gewann beim Viertligisten Rot-Weiß Koblenz 3:0 (2:0).

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Nach dem Aus von Werder Bremen (0:2 in Osnabrück) machte es Mit-Absteiger Schalke gegen einen Amateurverein besser: Mit dem 4:1 (1:1) beim Oberligisten FC Villingen wurde die Mannschaft von Trainer Dimitrios Grammozis ihrer Favoritenrolle nach der Pause gerecht. Der Hamburger SV zog durch ein 2:1 (1:1) bei Eintracht Braunschweig nach. "Ich denke, dass alle gesehen haben, dass es ein schwieriges Spiel für uns war. Braunschweig hat es uns heute nicht leicht gemacht. Jetzt sind wir einfach glücklich, weitergekommen zu sein", sagte Jan Gyamerah, der zum "Man of the Match" gekürt wurde.

Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth hatte sich am Samstag beim Regionalligisten SV Babelsberg 05 mit 4:5 (2:2, 2:2, 1:1) im Elfmeterschießen blamiert und eine Woche vor dem Saisonstart einen Stimmungsdämpfer kassiert. Am Montagabend stehen noch vier Partien auf dem Programm - und der FC Bayern München darf erst am 25. August ran. Die für vergangenen Freitag geplante Partie war wegen Corona-Fällen beim Gastgeber Bremer SV verschoben worden.

Quelle: ntv.de, tno/dpa

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