Fußball

Wann genau geht er? Manager Eberl verlässt Mönchengladbach

Die sportliche Krise bei Borussia Mönchengladbach wird nun auch zu einer personellen: Sportdirektor Max Eberl plant seinen Rücktritt. Nur das Wann ist RTL/ntv-Informationen zufolge noch nicht genau geklärt, die Mannschaft habe der 48-Jährige aber schon informiert.

Seinen Vertrag hatte er im Dezember 2020 vorzeitig bis 2026 verlängert - doch jetzt plant Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl bereits seinen Rücktritt. Laut RTL/ntv-Informationen hat der 48-Jährige die Vereinsbosse darüber informiert, sein Amt niederlegen zu wollen. Wann genau, sei aber noch unklar. Vorstellbar wäre ein sofortiges Ende seiner Sportdirektor-Laufbahn - dann stünde die Borussia inmitten der derzeitigen Krise ohne sportliche Führung da - oder auch ein geordneter Übergang bis zum Saisonende. Zuerst berichtete Sky. Borussia Mönchengladbach bestätigte die Informationen bisher nicht.

Angeblich soll Eberl diesen Schritt schon vor Wochen angeboten haben, doch die Chefetage habe abgelehnt. Doch seit Tagen habe nun der Abschied bereits festgestanden haben, die Suche nach einem Nachfolger laufe schon bei den Fohlen. Der Noch-Sportdirektor soll am Abend bereits einen Teil der Mannschaft für ein Gespräch zusammengerufen haben, wohl um dem Führungskreis der Spieler seine Entscheidung mitzuteilen. Weiter heißt es in den Medienberichten, Eberl wolle nach seinem Rücktritt eine Pause einlegen, um dann bei einem neuen Klub einzusteigen.

23 Jahre im Verein

Inmitten der größten Krise von Borussia Mönchengladbach seit über zehn Jahren war die mediale One-Man-Show des Klubs zuletzt abgetaucht. Während die Fohlen von Niederlage zu Niederlage hetzten (sechs Pleiten aus den letzten zehn Bundesliga-Spielen), war Eberl auch in der Mannschaft ein stetes Thema gewesen. Seine Beziehung zur Teammanagerin Sedrina Schaller, die den Klub inzwischen verlassen hat, bot sich als Tuschelthema an und wurde kritisch beäugt.

In der Tabelle taumeln die Fohlen immer mehr in Richtung Abgrund, der 15. Platz ist nur einen Punkt entfernt. Zuletzt setzte es das peinliche (und kostspielige) DFB-Pokal-Aus beim Zweitligisten Hannover 96, nachdem man in der Runde zuvor den FC Bayern noch mit 5:0 vom Platz gefegt hatte. Beobachter schlossen daraus, dass es wegen teaminterner Querelen Motivationsprobleme in der Mannschaft gebe. Angeblich sollen einige Spieler sauer sein, den Verein im Sommer nicht verlassen haben zu dürfen. Andere sollen mit Coach Adi Hütter und seinem Team und den Trainingsmethoden Probleme haben.

Vor dem 96-Spiel hatte Eberl mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet: Er war während der Pressekonferenz fahrig, sehr einsilbig und nannte Adi Hütter gar zweimal "Dieter". Zuletzt fehlte er laut Borussia "erkrankt". Nun wird der Sportdirektor Mönchengladbach bald verlassen - nach 23 Jahren im Verein. 1999 begann er als Profi im Klub, wurde dann Nachwuchskoordinator und schließlich 2008 Sportdirektor. Unter anderem führte Eberl die Fohlen in die Champions League und lotste Marco Reus, Dante und Granit Xhaka zur Borussia.

Quelle: ntv.de, dbe

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