Fußball

Legende stirbt mit 60 Jahren Nicht nur der Fußball huldigt Maradona

Diego Maradona erliegt einem Herzinfarkt - und die Welt des Fußballs kondoliert der Ikone ihres Sports. Aus Italien, Brasilien und Spanien melden sich einstige Gegner und Weggefährten zu Wort, um ihr Mitgefühl auszudrücken.

Die Fußball-Welt weint um Diego Maradona. Frühere Vereine und Weggefährten reagierten mit Bestürzung und tiefer Trauer auf die erschütternde Nachricht vom Tod des argentinischen Idols und Nationalhelden.

"Für immer in unseren Herzen. Ciao Diego", twitterte der SSC Neapel, der dank Maradona Weltruhm erlangt und 1986/87 seine erste Meisterschaft gewonnen hatte.

"Ewige Dankbarkeit. Ewiger Diego!", schrieben die Boca Juniors aus Buenos Aires, für die Maradona 1981/82 und zum Ende seiner Karriere von 1995 bis 1997 gespielt hatte.

Die argentinische Nationalmannschaft twitterte: "Für immer, Diego. Du wirst auf ewig einen Platz haben in jedem Herzen auf dem Planeten Fußball."

"Ich habe einen lieben Freund verloren, und die Welt hat eine Legende verloren. Eines Tagen werden wir hoffentlich gemeinsam im Himmel miteinander Fußball spielen", sagte die brasilianische Fußball-Ikone Pelé.

Auch der argentinische Präsident Alberto Fernandez teilte seine Trauer: "Du hast uns an die Weltspitze geführt. Du hast uns sehr glücklich gemacht. Du warst der Größte von allen. Danke, dass es dich gab, Diego. Wir werden dich ein Leben lang vermissen."

Der FC Barcelona, Maradonas Klub von 1982 bis 1984, dankte dem einst weltbesten Spieler: "Barça drückt seine tiefe Trauer über den Tod einer Ikone des Weltfußballs aus."

Lionel Messi, selbst längst Legende in Barcelona und Maradonas Erbe der berühmten Nummer 10 in der Nationalmannschaft, erklärte: "Ein sehr trauriger Tag für alle Argentinier und für den Fußball. Er verlässt uns, aber er geht nicht weg, weil der Diego ewig ist."

Auch der große Rivale Real Madrid kondolierte: "Real spricht der Familie, den Freunden, seinen Vereinen und allen Fußball-Fans sein Mitgefühl aus, besonders den Argentiniern."

Die Argentinos Juniors, bei denen Maradonas große Karriere begonnen hatte, twitterten: "Diego bis in alle Ewigkeit."

Uefa-Präsident Aleksander Ceferin sagte: "Er hat Größe erreicht als ein wundervoller Spieler mit Genialität und einem eigenen Charisma. Maradona war ein Held in seiner Heimat Argentinien, mit der er den Ruhm des WM-Gewinns genoss, und er wurde ein ewiges Idol für die Unterstützer von Neapel, die niemals den Erfolg vergessen werden, den er dem Klub in seiner denkwürdigen Zeit in Italien gebracht hat."

Die Deutsche Fußball-Liga, der Zusammenschluss der 36 Klubs der 1. und 2. Bundesliga, schrieb: "Wir trauern um Diego Maradona. Mit ihm verliert die Fußball-Welt einen der größten Spieler aller Zeiten."

Guido Buchwald, der Maradona im WM-Finale 1990 aus dem Spiel nahm und die argentinische Titelverteidigung damit verhinderte, sagte: "Ich bin geschockt. Die Fußball-Welt hat einen ihrer Größten verloren. Nach dem Ende unserer Karrieren habe ich sein Leben immer aus der Ferne verfolgt. Es gab bei ihm stets Aufs und Abs und leider auch gesundheitlich Probleme. Zuletzt hörte man ja aber, dass es ihm wieder besser gehen soll. Daher bin ich schon sehr erschüttert."

Der Weltmeister von 1986 war in Buenos Aires nach einem Herzinfarkt gestorben, keine vier Wochen nach seinem 60. Geburtstag. Die englische Fußball-Ikone Gary Lineker, Gegner in Maradonas wohl größtem Spiel im Viertelfinale der WM 1986, schrieb: "Mit einigem Abstand der beste Spieler meiner Generation. Nach einem segensreichen, aber auch schwierigen Leben ruht er hoffentlich sanft in Gottes Händen."

Sogar die Vereinten Nationen würdigten das Lebenswerk des Argentiniers: "Ich denke, ich spreche für viele, wenn ich sage, dass es manchmal schien, als wäre er von der Hand Gottes berührt worden", sagte UN-Sprecher Farhan Haq am Mittwoch in New York. Haq würdigte Maradonas Arbeit als UN-Ehrenbotschafter und nannte die Nachricht seines Todes "sehr traurig". Der UN-Sprecher spielte mit seiner Aussage auf ein weltberühmtes Tor Maradonas bei der Weltmeisterschaft 1986 an, als dieser seine Hand zur Hilfe nahm und später von "der Hand Gottes" sprach.

Tennis-Star Rafael Nadal schrieb auf Twitter: "Heute ist die Welt des Sports im Allgemeinen und des Fußballs im Besonderen leer. Maradona war einer der größten Sportler der Geschichte. Was er im Fußball getan hat, bleibt."

Cesar Luis Menotti, Argentiniens Weltmeister-Trainer von 1978, sprach seinen Landsleuten aus dem Herzen: "Es ist schrecklich. Ich bin am Boden zerstört, ich kann es nicht glauben." So erging es fast allen.

Quelle: ntv.de, tsi/sid