Fußball

Fußballschlacht mit Tritten PSG verliert Spektakel mit fünf Roten Karten

In der Partie kochten die Gemüter über.

Fünf Spieler fliegen in der Nachspielzeit vom Platz.

(Foto: imago images/PanoramiC)

Olympique Marseille gelingt die große Überraschung mit einen Sieg gegen den Erzrivalen Paris St. Germain. Dabei hat die Partie mächtig Feuer, und zwar vor allem wegen einer gewaltigen Unsportlichkeit. In der Nachspielzeit heißt es gleich für fünf Spieler: Rot oder Gelb-Rot.

Der französische Meister Paris St. Germain hat in einer wilden Fußball-Schlacht auch sein zweites Saisonspiel verloren. Der vom deutschen Coach Thomas Tuchel trainierte Champions-League-Finalist unterlag vor 4000 Zuschauern dem Vizemeister Olympique Marseille im Prinzenpark mit 0:1 (0:1). Mit zwei Niederlagen war der Hauptstadtklub zuletzt 1984/1985 in die Ligue 1 gestartet.

In der Nachspielzeit eskalierte die Partie völlig, gleich fünf Spieler sahen Rot oder Gelb-Rot, darunter auch Rückkehrer Neymar. Zuvor traf Weltmeister Florian Thauvin für OM (31.), nach 20 vergeblichen Anläufen gewannen die Südfranzosen erstmals seit 2011 wieder ein Pflichtspiel gegen den Erzrivalen aus Paris.

Schon im ersten Saisonspiel hatte PSG gegen Aufsteiger Lens mit 0:1 den Kürzeren gezogen, in der gesamten vergangenen Saison hatte Paris nur drei Spiele verloren. In der Nachspielzeit wurde es vogelwild, als beide Teams teilweise mit wüsten Tritten aufeinander losgingen. Neymar, Kurzawa Layvin (beide PSG) und Jordan Amavi (OM) sahen Rot, Leandro Paredes (PSG) und Dario Benedetto (OM) Gelb-Rot.

Neymar verteilt Schlag auf Hinterkopf

Neymar wurde für einen Schlag auf den Hinterkopf von Alvaro nach Videobeweis bestraft. Zwölf weitere Akteure sahen im Spielverlauf die Gelbe Karte. Neymar gehörte ebenso wie Angel di Maria nach überstandener Corona-Infektion wieder zur Startelf. Auch DFB-Nationalspieler Thilo Kehrer spielte von Beginn an, Julian Draxler wurde nach auskurierter Leistenzerrung in der 61. Minute eingewechselt.

Verzichten musste Tuchel weiter auf Kylian Mbappe, Marquinhos und Mauro Icardi, die ebenfalls nach positiven Tests unter Quarantäne gestellt worden waren. Den insgesamt 1000. Sieg in der Ligue 1 verbuchte derweil AS Monaco, neuer Klub des ehemaligen Bayern-Trainers Niko Kovac. Mit Stürmer Kevin Volland in der Startelf gewann Monaco 2:1 (1:0) gegen den FC Nantes und kletterte mit sieben Zählern aus drei Spielen auf den zweiten Rang hinter dem punktgleichen Tabellenführer Stade Rennes.

Quelle: ntv.de, ysc/sid