Fußball

Böse die Nerven verloren Renato Sanches sorgt für Riesen-Eklat

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Renato Sanches machte ein gutes Spiel, hatte seine Nerven aber am Ende nicht im Griff.

(Foto: imago images/PanoramiC)

Der französische Meister OSC Lille hängt in dieser Saison im Mittelfeld der Tabelle fest. Auch der Versuch, gegen Olympique Marseille den Anschluss an die Europapokalplätze herzustellen, misslingt. In der hitzigen Atmosphäre kann sich Renato Sanches am Ende nicht mehr beherrschen.

Ein Sieg in diesem Spiel wäre für den OSC Lille verdammt wichtig gewesen. Denn mit einem Sieg hätte sich das Team von Trainer Jocelyn Gourvennec wieder in Reichweite der Champions-League-Ränge der Ligue 1 gespielt. Doch im äußerst hitzigen Duell mit dem Tabellendritten, mit Olympique Marseille, kassierte der auf Rang zehn abgerutschte amtierende Meister einen erneuten Rückschlag. Cengiz Ünder egalisierte in der 75. Minute die frühe OSC-Führung durch Innenverteidiger Sven Botmann (14.).

Doch nach der abschließenden Partie des 21. Spieltags wurde weniger über das Ergebnis gesprochen, sondern vor allem über Renato Sanches. Denn das beim FC Bayern einst ewig fremdelnde Top-Talent sorgte nach seiner Auswechslung in der Nachspielzeit für einen mächtigen Eklat. Der 24-Jährige zeigte den Olympique-Fans auf dem Weg zur Bank den Mittelfinger. Beim Portugiesen hatte sich im Spiel reichlich Wut aufgestaut.

In der hitzigen Atmosphäre des Vélodromes war er von den rund 5000 Fans wieder und wieder mit Buhrufen und Schmähungen aggressiv angegangen worden. Seine Geste blieb während der Partie übrigens ungeahndet. Schiedsrichter Amaury Delerue hatte von der Aktion nichts mitbekommen. Ob der Mittelfeldspieler für die Aktion bestraft wird, ist bislang noch offen.

Sanches gehörte im Vélodrome wieder einmal zu besten Spielern seiner Mannschaft. In Lille ist das einstige Top-Talent nach seiner frustrierenden Zeit beim deutschen Rekordmeister zum absoluten Stammspieler und Leistungsträger gereift. Der Wechsel in die Ligue 1 war das Beste, was dem 24-Jährigen passieren konnte. Schon nach seiner ersten Spielzeit sprach der damalige Lille-Präsident Gerard Lopez davon, für Sanches "Angebote für insgesamt mehr als 200 Millionen Euro erhalten" zu haben. In seinem zweiten Jahr entthronten Spieler und Klub das übermächtige Luxus-Ensemble von Paris Saint-Germain sensationell als Meister.

Wie es für Sanches in seinem dritten Jahr beim Olympique Sporting Club weitergeht, ist unklar. Der Spieler ist begehrt. Im Dezember tauchten Gerüchte über einen möglichen Wintertransfer zum AC Mailand oder zum FC Arsenal auf. Bereits im vergangenen Sommer wäre es fast zu einer Trennung gekommen. Der FC Barcelona war sehr interessiert, dann aber verletzte sich Sanches am Knie und musste operiert werden. Offenbar nahmen die Katalanen deswegen Abstand von der Verpflichtung.

Quelle: ntv.de, tno

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