Fußball

Nicht in "Ballon d'Or"-Auswahl Startrainer findet Umgang mit Kroos "etwas seltsam"

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Toni Kroos wird nicht Weltfußballer.

(Foto: IMAGO/Sven Simon)

Toni Kroos steht nicht auf der 30-köpfigen Shortlist zur Wahl des Gewinners des "Ballon d' Or", der höchsten Einzelauszeichnung im Weltfußball. Das verwundert dessen Trainer schwer, auch wenn Carlo Ancelotti eingesteht, dass das möglicherweise Probleme bedeutet hätte.

Seine beiden Mittelfeldkollegen stehen auf der Liste für den Ballon d'Or, nur Toni Kroos fehlt aus Real Madrids "Bermudadreieck". Für Trainer Carlo Ancelotti "ein bisschen seltsam, weil Kroos eine fantastische Saison gespielt hat". Er spreche nicht davon, dass Kroos die Auszeichnung am Ende gewinnen müsse, "aber er verdient es, auf der Liste zu stehen". Das gelte auch für Teamkollegen wie David Alaba oder Eder Militao. Allerdings gab der Italiener auch zu: "Es könnte ein Problem geben, wenn alle Spieler von Real Madrid benannt werden, das verstehe ich."

Kroos hatte gemeinsam mit Luka Modrić und Casemiro großen Anteil am Erfolg der Königlichen in der Champions League. Ancelotti hatte das Trio um den Ex-Nationalspieler als "Bermudadreieck" bezeichnet, "weil in ihrem Teil des Feldes der Ball verschwindet".

Zu den Kandidaten auf den Gewinn des Goldenen Balls der französischen Fußball-Zeitschrift "France Football" gehören neben Modric und Casemiro auch Torwart Thibaut Courtois, Vinicius jr. und Torjäger Karim Benzema - einer der Top-Favoriten auf die Auszeichnung. Für Ancelotti noch zu wenige.

Ancelotti als Favorit auf Auszeichnung

"France Football", die Fachzeitschrift, die die prestigeträchtigste Einzelauszeichnung im Fußball vergibt, hatte die 30-köpfige Auswahlliste am Samstag bekannt gegeben. Neben Kroos fehlt dort auch Lionel Messi. Der argentinische Superstar, dem die Trophäe siebenmal und damit öfter als jedem anderen Profi überreicht wurde, verpasste die Nominierung zum ersten Mal seit 2005. Auch Neymar, sein Mannschaftskamerad bei PSG, wurde nicht berücksichtigt. Messis langjähriger Rivale Cristiano Ronaldo, derzeit unglücklich in Diensten von Manchester United, schaffte es in die engere Auswahl. Spieler aus der Premier League dominieren die Liste und stellen 15 der 30 Nominierten. Unter den Nominierten befinden sich mit Joshua Kimmich (Bayern München) und Antonio Rüdiger (Real Madrid) auch zwei deutsche Nationalspieler.

Carlo Ancelotti selbst gilt als Favorit auf die Auszeichnung als Europas Trainer des Jahres. Neben Jürgen Klopp vom Champions-League-Finalgegner FC Liverpool und Pep Guardiola (Manchester City) ist der Italiener einer von drei Finalisten, die von den Teilnehmern der Gruppenphasen der Europacup-Wettbewerbe sowie ausgewählten Journalisten gewählt worden waren. Benzema und Courtois sowie der frühere Bundesliga-Profi Kevin De Bruyne dürfen auf die Auszeichnung als Europas Fußballer des Jahres hoffen.

Quelle: ntv.de, ter/sid

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