Fußball

Drittes Remis in Folge Windhorst-Wirbel überschattet Herthas Liga-Kampf

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Die Meinung der Ostkurve ist deutlich.

(Foto: IMAGO/Fotostand)

Das Chaos beim Hauptstadtklub ist mal wieder riesig, Investor Lars Windhorst sorgt für Wirbel. Dabei geht es für Hertha BSC schon früh in der Saison ums sportliche Überleben in der Fußball-Bundesliga. Dem ersten Heimsieg läuft das Team von Trainer Sandro Schwarz noch immer hinterher.

Hertha BSC hat mitten im Trubel um den Investor Lars Windhorst zumindest sportlich einen Rückschlag in der Fußball-Bundesliga verhindert. Die Mannschaft von Trainer Sandro Schwarz erkämpfte gegen die TSG Hoffenheim ein 1:1 (1:1), der Hauptstadtklub steckt allerdings nach dem dritten Unentschieden in Folge im unteren Tabellendrittel fest. Die Kraichgauer verpassten den Sprung zurück auf einen Champions-League-Platz.

"Es ist bitter, dass wir nur mit einem Punkte nach Hause fahren", sagte TSG-Profi Christoph Baumgartner. "Ich bin auch nicht zufrieden", monierte Keeper und Kapitän Oliver Baumann beim Streamingdienst DAZN. "Es ist besser für uns, als zu verlieren", betonte dagegen Herthas Dodi Lukebakio und forderte den Heimsieg nun in einer Woche gegen den Tabellenzweiten SC Freiburg. "Es wäre wichtig, das Spiel zu gewinnen. Ich hoffe, dass wir da unsere drei Punkte holen."

Andrej Kramaric erzielte vor 41.653 Zuschauerinnen und Zuschauern in seinem 200. Bundesliga-Spiel den Führungstreffer für Hoffenheim (25.), konnte Trainer Andre Breitenreiter damit allerdings keinen Sieg zu dessen 49. Geburtstag bescheren.

Lukebakio (37.) glich für die Berliner aus, die derzeit abseits des Platzes wieder für Schlagzeilen sorgen. Einem Bericht der "Financial Times" zufolge soll Windhorst eine israelische Agentur mit einer Kampagne gegen den früheren Hertha-Präsidenten Werner Gegenbauer beauftragt haben. Der Verein kündigte bereits eine Aufarbeitung an.

Die Hertha-Fans taten ihre Meinung vor dem Anpfiff deutlich kund. "Windhorst raus aus unserem Verein", war unter anderem auf Bannern in der Ostkurve zu lesen. Von den Vorgängen rund um den Verein wollte sich Schwarz im Vorfeld nicht ablenken lassen. Der Klub werde alles daran setzen, "um Klarheit zu schaffen", sagte er der Bild am Sonntag: "Aber mein Fokus ist ganz klar der Sport."

Hertha nutzt Chancen nicht

Beide Mannschaften starteten mit hoher Intensität in die Partie, die zunächst jedoch von einigen Ungenauigkeiten auf beiden Seiten geprägt war. Wilfried Kanga (8.) verpasste eine gute Chance direkt zu Beginn und setzte den Ball über das Tor der Hoffenheimer.

Auch die folgenden Chancen konnte Hertha nicht nutzen. Grischa Prömel blockte einen Freistoß von Marvin Plattenhardt, Lukebakio scheiterte wenig später an Hoffenheim-Keeper Oliver Baumann (16.). Kramaric vergab wiederum auf der anderen Seite eine gute Möglichkeit (19.) und schoss nach einer Ecke von Dennis Geiger über das Tor der Herthaner.

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Doch die Gäste hatten allmählich mehr vom Spiel und übten zunehmend Druck aus. Kramaric traf schließlich aus kurzer Distanz zur Hoffenheimer Führung. Hertha setzte nach und kam durch Lukebakio zum Ausgleich. Kramaric und Prömel ließen wenig später eine Doppelchance (45.) zur erneuten Führung kurz vor der Halbzeit liegen.

Nach der Pause suchten beide Teams weiter den Weg nach vorne. Christoph Baumgartner (54.) schoss nach einem Solo-Lauf vorbei, auf der anderen Seite setzte Lukebakio einen Seitfallzieher (56.) knapp über das Tor. In der Folge ging es weiter munter hin und her.

Quelle: ntv.de, ara/sid

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