Fußball

Presse schwärmt von NachfolgerXabi Alonso meldet sich nach Real-Aus zu Wort

13.01.2026, 13:11 Uhr
Video poster

Real Madrid zieht die Reißleine und beschließt die Trennung von Xabi Alonso. Offiziell in beiderseitigem Einverständnis. Der Ex-Trainer meldet sich am Tag danach und spricht über seine Enttäuschung – allerdings ohne Groll.

Xabi Alonso blickt nach der Trennung von Real Madrid ohne Groll auf seine nur kurze Amtszeit zurück. "Diese berufliche Phase ist beendet, und es ist nicht so gelaufen, wie wir es gerne hätten", schrieb der Baske am Dienstag bei Instagram. Dennoch sei es "eine Ehre und eine Verantwortung" gewesen, die Königlichen zu trainieren. Die Madrilenen gaben die Trennung am Montagabend nach der Clásico-Pleite im Supercup gegen den FC Barcelona (2:3) bekannt. Diese sei in "gegenseitigem Einvernehmen" erfolgt, hieß es.

Alonso, der im Sommer mit hohen Erwartungen in Madrid gestartet war, dankte "dem Verein, den Spielern und vor allem den Fans für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung". Er gehe "mit Respekt, Dankbarkeit und dem Stolz, mein Bestes gegeben zu haben", betonte der 44-Jährige, der Bayer Leverkusen 2024 zum Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal geführt hatte.

Alonsos Nachfolger wird hochgeschätzt

Álvaro Arbeloa, früher Alonsos Mitspieler und zuletzt Trainer der zweiten Mannschaft, tritt die Nachfolge an. Im Achtelfinale der Copa del Rey beim Zweitligisten Albacete Balompié soll er am Mittwoch (21 Uhr) erstmals auf der Bank sitzen. Die Fachzeitung "Marca" erhob den engen Alonso-Freund gleich zum "neuen Zinédine Zidane". Der Franzose hatte nach einer großen Profikarriere bei Real auch zunächst als Coach des B-Teams angefangen, bevor er schließlich Toni Kroos & Co. dreimal in Serie zum Champions-League-Triumph führte.

Arbeloa - immerhin Welt- und Europameister mit Spanien – habe seit 2020 bei Real als Jugend- und B-Team-Trainer mit insgesamt 151 Siegen in 200 Begegnungen "geglänzt", schwärmte derweil auch das Fachblatt "AS". Er sei ein "moderner" Coach. Enorm ist also offenbar der Vertrauensvorschuss, enorm ist aber auch der Druck. Der frühere Rechtsverteidiger hat als Coach zwar keine Erfahrung im Elite-Fußball, gilt aber als Mann mit Charakter und einer engen Beziehung zu Klub-Boss Pérez.

Ganz anderer Typ als Alonso

Innerhalb des Klubs wird Arbeloa für seine moderne Herangehensweise geschätzt, etwa für den Einsatz von Drohnen für Trainingsaufnahmen und seine aktive Einflussnahme während der Spiele, mit der er das B-Team auf Platz vier der dritten Liga führte. Zudem wird seine enge Verbindung zu mehreren Profis des Teams und seine Erfahrung als ehemaliger Spieler hervorgehoben, die ihm - wie es in Madrid heißt - Glaubwürdigkeit und Autorität im Kader verschaffen.

Er könne mit dem vorhandenen Spielermaterial ähnliche Erfolge wie Zidane erringen, heißt es in Madrid – auch wenn er als Coach und charakterlich eher mit dem früheren portugiesischen Clubtrainer José Mourinho verglichen wird. Der "Special One" galt als Motivationskünstler, war aber auch ein umstrittener Provokateur. Ein ganz anderer Typ Trainer und Mensch also als der eher ruhige Alonso.

Quelle: ntv.de, tno/dpa/sid