Russen-Regel & McGregor-WirbelGehen Trump für sein Käfigspektakel die Superstars aus?

Trumps Geburtstagsfeier soll im Rahmen eines großen Mixed-Martial-Arts-Events stattfinden - direkt vor dem Weißen Haus. Im Bestfall soll alles größer werden als je zuvor. Doch es gibt offenbar Komplikationen mit den sportlichen Protagonisten.
US-Präsident Donald Trump will am 14. Juni eine Veranstaltung der für Käfigkämpfe bekannten Ultimate Fighting Championship (UFC) im Weißen Haus ausrichten lassen. Für das MMA-Event der Superlative gehen ihm allerdings die ganz großen Stars aus.
Conor McGregor hat zwar seit über vier Jahren keinen Kampf mehr bestritten, für das Event auf dem Rasen des Weißen Hauses hatte er sich selbst bereits angekündigt. Auch die UFC würde dem populärsten aller MMA-Kämpfer sicher diese Bühne geben. Nun scheint es aber Probleme mit der Vertragssituation um McGregor zu geben. "Ich werde dabei sein. Es wird eine verrückte Fight Card. Ich werde im Februar mit der UFC darüber verhandeln", sagte der Ire in einem Roblox-Livestream seines Sohnes und packte dann ungewöhnlich offen Details aus.
"Die UFC hat einen neuen Deal mit Paramount, der 7,7 Milliarden Dollar wert ist. Mein Vertrag ist dadurch nichtig, da es keine Pay-per-Views (PPV) mehr gibt. Mein Vertrag basierte auf den Verkäufen von PPVs", so McGregor. Er brauche also zunächst einen neuen Vertrag. Laut den alten Vertragsmodalitäten ist der 37-Jährige noch für zwei Kämpfe an die UFC gebunden. McGregor sagte, er werde sich aber zunächst nur auf die Dinge konzentrieren, die er beeinflussen könne. "Ich lebe im Gym und trainiere, bereite mich auf den nächsten Kampf vor."
Ominöse Russen-Regel?
Fans und Experten gehen davon aus, dass auch mehrere Titelkämpfe vor dem Weißen Haus ausgetragen werden. Dass Champions wie Islam Makhachev und Khamzat Chimaev einen prominenten Platz auf der Karte einnehmen werden, scheint in weite Ferne gerückt, nachdem der ehemalige UFC-Champion Merab Dvalishvili nun ein wichtiges Detail über die Veranstaltung preisgegeben hat. Laut dem ehemaligen Bantamgewicht-Titelträger hat ihm die UFC-Führung mitgeteilt, dass er erneut gegen Petr Yan antreten wird, allerdings nicht am 14. Juni. "Sie sagten, es werde eine Trilogie zwischen mir und Yan geben. Sie sagten mir auch, dass unser Kampf nicht bei der Veranstaltung im Weißen Haus an Trumps Geburtstag im Juni stattfinden werde. Weil er Russe ist, ist das unmöglich", sagt der Georgier.
Ende 2025 hatte UFC-Boss Dana White noch erklärt, dass das größte Spektakel der Organisation nicht unter dem Motto "Amerika gegen alle" stehen werde. Darüber hinaus sagte er auch, es bestehe die Möglichkeit, dass Makhachev als Champion im Weltergewicht bei dem Event in den Käfig steigt.
Dass Trump Sport und Politik nicht trennen kann, hat er in der Vergangenheit schon öfter unter Beweis gestellt. Das Weiße Haus ist kein neutraler Ort. Wenn er als US-Präsident dort russische Sportler präsentiert, wird das zwangsläufig als politisches Signal gewertet. Die Beziehungen zu Russland sind seit Monaten angespannt. Wegen des seit fast vier Jahren andauernden Krieges in der Ukraine hatte Trump noch im Oktober 2025 Sanktionen gegen die russische Wirtschaft verhängt, darunter Strafmaßnahmen gegen die beiden größten russischen Öl-Firmen.
Public Viewing vor dem Weißen Haus
Historisch und groß soll die Veranstaltung ohnehin werden - ganz egal, wer letzten Endes dort kämpft. UFC-Boss White teilte CBS vor wenigen Tagen mit, dass die UFC gerade alle logistischen Planungen abgeschlossen habe, einschließlich eines Public-Viewing-Events, das in der Nähe des Weißen Hauses stattfinden wird. "Es sieht so aus, als würden wir 5000 Menschen live auf dem Rasen des Weißen Hauses haben. Gegenüber im Park, der The Ellipse heißt, können wir 85.000 Menschen unterbringen." Sein Unternehmen werde sogar 700.000 Dollar zahlen, um nach der Veranstaltung den Rasen vor dem Weißen Haus zu erneuern.
Seit Trump Präsident ist, besucht er regelmäßig UFC-Kämpfe, zuletzt im Juni in New Jersey. Die Verbindung zwischen Trump und White reicht bis ins Jahr 2000 zurück, als Trumps Taj Mahal Casino in Atlantic City als eine der wenigen US-Veranstaltungsorte UFC-Kämpfe ausrichtete.