Olympia

"Schutz des Fair Play" im BoxenDeutscher Ringrichter suspendiert

02.08.2012, 19:08 Uhr
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Ali Mazaheri und Jose Larduet Gomez unter Beobachtung des Ringrichters. (Foto: REUTERS)

Die Ringrichter beim olympischen Boxen sorgen für Aufregung. Es häufen sich kuriose Entscheidungen zwischen den Seilen. Betroffen ist auch der deutsche Ringrichter Frank Scharmach. Der Verband sperrt ihn.

Der deutsche Ringrichter Frank Scharmach ist bei den Olympischen Spielen für fünf Tage suspendiert worden. Grund für die vom Weltverband der Amateur-Boxer AIBA verordnete Denkpause sind die umstrittenen Entscheidungen des Berliners im Schwergewichtskampf zwischen dem Iraner Ali Mazaheri und Jose Larduet Gomez aus Kuba. Erst am 7. August darf Scharmach in den Ring zurückkehren.

Mazaheri hatte den Offiziellen nach seiner Achtelfinalniederlage Betrug vorgeworfen. "Das war ein abgekartetes Spiel. Ich hätte problemlos um Bronze kämpfen können, wenn das nicht gewesen wäre. Es war alles arrangiert", sagte der Iraner. Mazaheri war nach drei Verwarnungen disqualifiziert worden und hatte noch vor der Bekanntgabe des Urteils wütend den Ring verlassen.

Schlimmer als Scharmach traf es Ischanguly Meretnyjasow, der Ringrichter aus Turkmenistan wurde von der AIBA nach Hause geschickt, nachdem er Bantamgewichtler Satoshi Shimizu im Kampf gegen Magomed Abdulhamidow aus Aserbaidschan überraschend zum Verlierer erklärt hatte, obwohl der Japaner seinen Gegner gleich sechs Mal auf die Bretter geschickt hatte.

"Ich bedaure sehr, dass wir diese Entscheidungen treffen mussten. Aber unser größtes Anliegen wird immer der Schutz des Fair Play in den Wettbewerben sein", sagte AIBA-Präsident Wu Ching-Kuo aus Taiwan.

Quelle: ntv.de, sid