Schweizer Sieg in der Super-KombinationViletta fängt Gold-Favorit Kostelic ab

Goldig kombiniert: Der Schweizer Sandro Viletta sorgt bei den Winterspielen in Sotschi für die nächste Überraschung in den Alpin-Wettbewerben. Vor allen Favoriten sichert sich Viletta mit einem ganz starken Slalomlauf noch die Goldmedaille.
Nach der Abfahrt gibt es auch in der Super-Kombination der Männer einen Paukenschlag: Der Schweizer Skirennfahrer Sandro Viletta krönt sich völlig überraschend zum Olympiasieger. Viletta fuhr nach Rang 14 in der Abfahrt im Slalom noch ganz nach vorn. In 2:45,20 Minuten lag der 28-Jährige in Krasnaja Poljana 34 Hundertstelsekunden vor dem Kroaten Ivica Kostelic. Dessen Vater Ante hatte den schwierigen Slalom gesetzt.
Kostelic galt wegen seiner starken Abfahrt am Morgen als Gold-Favorit. Rang drei ging an den Italiener Christof Innerhofer, der bei diesen Winterspielen bereits Abfahrts-Bronze gewonnen hatte. Innerhofer feierte seinen bronzenen Doppelschlag mit einem Handstand auf dem Siegerpodest. Deutsche hatten sich für die Super-Kombination nicht qualifiziert.
Viletta holte bei den Winterspielen von Sotschi das zweite alpine Schweizer Gold nach Abfahrerin Dominique Gisin. Im alpinen Weltcup hatte Viletta zuvor in der Kombination keinen Podestplatz erreicht, mit Platz vier bei der Super-Kombination in Wengen vorigen Monat aber aufhorchen lassen. Viletta ist der erste Schweizer Kombinations-Olympiasieger überhaupt.
Bis auf Kostelic hatten die anderen Favoriten mit dem Rennausgang nichts zu tun. Alexis Pinturault schied kurz vor dem Slalom-Ziel aus. Vancouver-Olympiasieger Bode Miller konnte nach schwächerer Abfahrt im Slalom kaum Boden gut machen und wurde Sechster. Kombinations-Weltmeister Ted Ligety aus den USA verpasste die Top 10.