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Kleiner Nebeneffekt? Apple findet verbogenes iPad Pro normal

Verbogenes iPad Pro.jpg

Dieses Foto eines verbogenen iPad Pro postete ein Nutzer im Forum von "Macrumors".

Macrumors/MacDonaldTrump

Apple räumt ein, dass es vorkommen kann, dass ein neues iPad Pro leicht verbogen ausgeliefert wird. Das sei aber normal und stelle keinen Defekt dar, teilt der Hersteller mit.

Schon kurz nach der Veröffentlichung des neuen iPad Pro gab es in Foren Nutzer-Beschwerden über verbogene Geräte. Dass dies durchaus plausibel ist, zeigt ein Video, in dem sich Apples Tablet-PC ohne großen Kraftaufwand in der Mitte knicken lässt. Die Schwachstellen sind offenbar auf der einen Seite die mittig im Rahmen platzierte Bohrung für das Mikrofon und auf der anderen Seite das integrierte Lade-Dock für den magnetisch anheftenden neuen Pencil. Jetzt hat Apple in einer Stellungnahme gegenüber "The Verge" eingeräumt, es könne vorkommen, dass das eine oder andere iPad Pro leicht verbogen verkauft wird. Um einen Defekt oder Konstruktionsfehler soll es sich dabei aber nicht handeln.

Bei der "sehr leichten" Verformung handele es sich um einen Nebeneffekt des Herstellungsprozesses, so Apple. Dies beeinträchtige die Funktion des Geräts nicht und das iPad Pro sollte sich im Laufe der Zeit auch nicht stärker verbiegen. Die Verformung entstehe, weil sich Metall- und Plastikkomponenten bei der Abkühlung unterschiedlich verhielten. Dies treffe sowohl auf das 11-Zoll- als auch auf das 12,9-Zoll-Modell zu.

"Keine höhere Rückgabequote"

Wie viele Geräte betroffen sind, ist unbekannt. Um sehr seltene Einzelfälle handelt es sich aber möglicherweise nicht, obwohl Apple sagt, es gäbe keine höhere Rückgabequote als bei den Vorgänger-Modellen. Denn der Autor von "The Verge" stellte selbst fest, dass sich sein 11-Zoll-iPad-Pro nach zwei Wochen etwas gebogen hatte. Apple schickte ihm daraufhin ein Ersatzgerät, das bereits verformt aus der Verpackung kam.

Der Autor vermutet, dass vor allem die iPads mit LTE-Modul betroffen sind, da hier eine Plastik-Aussparung für die Antennen den Aluminiumrahmen unterbricht. Allerdings haben auch Nutzer mit WLAN-Geräten ohne Kunststoff-Streifen im Rahmen über verbogene iPads geklagt und Apple macht hier in seiner Erklärung auch keine Unterscheidung.

"The Verge" schreibt, Betroffene hätten kaum Probleme, ein verbogenes iPad Pro innerhalb der 14-tägigen Rückgabefrist zurückzugeben. Es gibt bisher aber keine offizielle Stellungnahme von Apple, in der der Hersteller klarstellt, wie es mit Kundenbeschwerden in solchen Fällen umgeht. In Deutschland gilt die 14-Tage-Frist übrigen nur im Internet. In Ladengeschäften gibt es kein generelles Rückgaberecht in den ersten zwei Wochen nach einem Kauf, Kunden sind hier auf die Kulanz der Verkäufer angewiesen.

Quelle: n-tv.de, kwe

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