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Preissieger bei Warentest Das sind die besten Schnäppchen-Fernseher

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Das perfekte Pantoffelkino muss kein Vermögen kosten.

LG

Die teuersten Fernseher sind nicht immer die besten. Bei Stiftung Warentest schneiden viele günstige Geräte gleich gut oder sogar besser ab. Einsparungen von mehr als 600 Euro sind möglich.

Aktuelle Top-Fernseher kosten locker mal 2000 Euro und mehr. Man bekommt aber auch für deutlich weniger Geld richtig gute TV-Geräte. Stiftung Warentest hat für die Dezemberausgabe seiner Zeitschrift "test" in den drei gängigsten Größenklassen die Preis-Leistungssieger bestimmt. Erstaunlicherweise sind ihre Testnoten meistens genauso gut wie die der teuren Luxus-Glotzen - manchmal schnitten sie sogar besser ab.

Für den Vergleich haben die Prüfer bei fünf wichtigen Herstellern immer das teuerste und das beste aktuell getestete Gerät ausgewählt. War der Fernseher mit dem höchsten Preis gleichzeitig auch der beste, nahm Warentest zusätzlich das zweitbeste Gerät in den Vergleich auf. Gab es mehrere Zweitplatzierte, wurde die günstigere Variante gewählt.

OLED kaum besser als LCD

Eine Erkenntnis des Tests ist, dass teurere OLED-Bildschirme, bei denen die einzelnen Pixel selbst leuchten, bisher kaum einen großen Unterschied ausmachen. Der Vorsprung zu LCD-Fernsehern mit Hintergrundbeleuchtung sei meist nur gering, manchmal seien Fernseher mit der altbewährten Technik auch besser, so Stiftung Warentest.

Dazu mag auch beitragen, dass LG (SJ-Serie) und Samsung (QLCD) ihre LCDs mit Nanopartikeln aufpeppen, die für ein reineres Weiß der Hintergrundbeleuchtung sorgen, wodurch die Farbtreue erhöht wird. Außerdem haben diese Displays einen ähnlich großen Betrachtungswinkel wie OLEDs. Grundsätzlich sind LCD-Geräte heller, OLED-Fernseher liefern stärkere Kontraste.

Günstig so gut wie teuer

Bei den LCDs mit einer Bildschirmdiagonale zwischen 55 und 58 Zoll holte sich der LG 55SJ8109 den Preis-Leistungs-Sieg mit der gleichzeitig besten Gesamtnote 1,7. Er bietet ein gutes Bild mit sehr breitem Betrachtungswinkel. Der Fernseher stellt schnelle Bewegungen aber nicht ganz so gut wie andere Geräte dar. Auch das Bildschirmmenü, der elektronische Programmführer und die Fernbedienung können bei den Warentestern punkten. Durchschnittlicher Preis: 1240 Euro. Samsungs QE55Q7F bekam zwar ebenfalls die Gesamtnote 1,7, kostet aber im Schnitt 600 Euro mehr. Die teure Glotze liefert allerdings sehr gute (++) UHD-Bilder, während der Preis-Leistungssieger hier nur gut (+) abschnitt.

Auch der beste OLED in dieser Größenklasse wurde mit der Gesamtnote 1,7 bewertet. Der LG OLED55B7D kostet durchschnittlich 1750 Euro und liefert ein sehr gutes UHD- und optimiertes HD-Bild. Außerdem gaben ihm die Prüfer eine 1,0 für den Klang und es ist der Fernseher mit der besten Handhabung. Ebenfalls positiv: Das Gerät hat einen Doppelempfänger, wodurch man eine Sendung aufzeichnen kann, während eine andere auf dem Bildschirm zu sehen ist. Der zweitbeste OLED-Fernseher kostet bereits mehr als 2800 Euro und wurde mit der Gesamtnote 1,9 schlechter als der Preis-Leistungs-Sieger bewertet. Es ist der Panasonic TX-55EZW954.

Den zweiten Platz in der LCD-Klasse bis 58 Zoll belegt der Samsung UE55MU7009 mit der Gesamtnote 1,8. Er ist für 1000 Euro zu haben. Sein Bild ist insgesamt gut, das Gerät wurde aber etwas schwächer in hellen Umgebungen und bei schnellen Bewegungen als der teure QE55Q7F beurteilt. Wie bei anderen Samsung-Fernsehern sieht Warentest die minimalistische Fernbedienung ohne Zifferntasten als gewöhnungsbedürftig an. Bildschirmmenü und Programmführer sind aber sehr gut. Auch der günstigere Samsung hat einen Doppelempfänger.

LG siegt auch in der Mittelklasse

In der LCD-Mittelklasse mit 49 bis 50 Zoll großen Bildschirmen konnte sich der LG 49UJ7509 den Preis-Leistungs-Sieg sichern. Obwohl er durchschnittlich nur 730 Euro kostet, wurde er wie der 250 Euro teurere LG 49SJ8109 mit der Gesamtnote 1,9 bewertet. Sein Bild ist ebenso gut und er hat sogar einen größeren Betrachtungswinkel. Auch bei diesem LG-Testsieger beurteilte Warentest die Handhabung im täglichen Gebrauch als sehr gut und den Prüfern gefällt, dass die Fernbedienung wie eine Computermaus einen Cursor bietet.

Der Samsung UE49MU7009 hat ebenfalls die Gesamtnote 1,9 einfahren können. Er bietet ein sehr gutes Bild bei UHD-Quellen, schnitt bei HDMI-Videos allerdings nur befriedigend (o) ab. Der im Schnitt 1060 Euro teure Fernseher klingt gut, Bildschirmmenü und Programmführung sind sehr gut und das Gerät verfügt über einen Doppelempfänger. Fast exakt die gleiche Bewertungen erhielt der Samsung UE49MU8009, der allerdings rund 150 Euro mehr kostet.

In der Mittelklasse waren keine OLEDs vertreten.

Quelle: n-tv.de, kwe

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