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"Star Wars Jedi: Fallen Order" Die Macht ist stark in diesem Spiel

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Nicht nur das Imperium will Jedi-Ritter Cal an den Kragen.

(Foto: Electronic Arts)

Die Kinogeschichte der Sternensaga soll im Dezember enden, die Videospieladaption "Star Wars Jedi: Fallen Order" ist nicht nur für Fans ein Vorab-Trostpflaster. Denn das Spiel steckt so manchen Film der Reihe locker in die Tasche.

Die Macht ist wieder im Gleichgewicht: Zumindest aus Sicht von Electronic Arts, denn mit dem Actiongame "Star Wars Jedi: Fallen Order" lassen die kanadischen Publisher die beiden Vorgängerflops des Franchises vergessen. Während bei den "Star Wars: Battlefront"-Teilen noch zähes Online-Multiplayer-Geballer mit Mikrotranskaktionen den Spielspaß geraubt hat, konzentriert sich der neueste Ableger der Sternensaga auf eine atmosphärische Geschichte mit Lichtschwertaction. Und sind wir mal ehrlich: Niemand, der als Kind "Star Wars" gesehen hat, wollte ein imperialer Sturmtruppler sein, sondern ein Jedi. Und genau das bekommt der Spieler in "Fallen Order".

Kinoreife Story

Dank des federführenden Entwicklers Respawn Entertainment geht das Konzept voll auf. Ihm ist es gelungen, eine gesunde Mischung aus Action und bildgewaltigen Cutscenes - also filmische Videobrücken - zu erzeugen. Denn alleine die Videosequenzen, die die Story vorantreiben und den Charakteren der Geschichte Tiefe geben sollen, würden für einen einzelnen "Star Wars"-Kinofilm reichen. Der könnte es im Fall von "Fallen Order" auch locker mit seinen Hollywood-Pendants aufnehmen. Die Musik klingt nach "Star Wars", die Dramaturgie entspricht dem Genre, selbst die Blenden beim Bildwechsel sind ganz typische Slides aus den Filmen. Fan-Herz, was willst du mehr.

Doch nun zur Story. Die spielt nach Ende der Klonkriege, also nach den schlimmen Prequels Episode I bis III. Der Jedi-Orden ist zerstört, es gibt nur noch vereinzelte Lichtschwertkämpfer, die sich verstecken, um nicht vom Imperium vernichtet zu werden. Einer von ihnen ist der junge Cal Kastis, der seine Ausbildung zum Jedi-Ritter noch nicht ganz abschließen konnte.

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Nachdem Cal von imperialen Truppen entdeckt wird, gelingt ihm mithilfe von Sio, einer ehemaligen Jedi-Kämpferin, die Flucht. Sie bittet Cal darum, den Jedi-Orden wieder aufzubauen und dafür ein Liste zu finden, auf der alle machtbegabten Kindern im ganzen Universum aufgeführt sind.

Hilfreicher Droide

Begleitet wird er dabei immer vom Mini-Droiden BD-1, dem heimlichen Star des Spiels. Er ist so empathisch wie Wall-E und so hilfreich wie R2D2. Unter anderem ist BD-1 für Cal eine echte Lebensversicherung, indem er ihn im richtigen Moment mit Erste-Hilfe-Spritzen versorgt. Dazu ist der Begleiter die digitale Landkarte in Person und gibt Hinweise, wenn man sich scheinbar in einer Sackgasse befindet.

So kämpft sich Cal über mehrere Planeten durch Dschungel-, Eis- und Wüstenlandschaften. Ihm stellen sich nicht nur Massen an imperialen Truppen entgegen, sondern auch die Monster und Kreaturen, die die Planeten bewohnen. Kämpfe gegen riesige Frösche, Fledermäuse und Fabelfiguren aus dem Star-Wars-Universum sind also programmiert. Dazu stehen in Tempeln und Katakomben immer wieder Rätsel an - und die sind nicht immer leicht zu lösen.

Gelungenes Kampfsystem

Das Kampfsystem von "Fallen Order" ist nicht sonderlich komplex, dafür aber umso schwieriger zu meistern. In Kämpfen mit vielen Gegnern führt das bloße Draufhauen nicht zum Erfolg, denn auch ein Lichtschwert ist nicht unaufhaltsam. Cal muss in Gefechten auch die Kenntnisse der Macht einsetzen. So kann der junge Padawan die Zeit für seine Gegner kurzfristig verlangsamen oder sie mit Druckwellen von sich wegschleudern. Dazu wirkt das richtige Timing beim Blocken von Angriffen Wunder, denn die Ausdauer des Gegners muss erst einmal bearbeitet werden. Der richtige Block zur richtigen Zeit ermöglicht einen tödlichen Konterschlag, der dann in einer spektakulären Actionsequenz umgesetzt wird.

Das Kampfsystem lässt sich über einen Fähigkeitenbaum noch erweitern. Zusätzliche Angriffsschläge, den Lebensbalken oder die Machtfähigkeiten ausbauen sind im Verlauf des Spiels unabdingbar. Und je länger das Spiel andauert, desto mehr begeistert es. Ein Riesenplus des Spiels ist die Soundgestaltung. Denn die klingt, als hätte John Williams selbst die Hintergrundmusik abgemischt. Das sorgt für Gänsehautmomente für Fans, bei Genrefremden steigert es die Spannung dafür immens.

Standard-Grafik

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Leichte Abstriche gibt es bei "Fallen Order" für die Grafik, denn die entspricht aktuell einfach nur dem Standard. Das Spiel macht auch insgesamt nichts neu. Das "Star Wars"-Universum ist ohnehin nicht für Innovationen bekannt, das Spiel macht im Gegensatz zu den Filmen aber alles richtig. Bereits nach einer guten Stunde Spielzeit ist "Star Wars Jedi: Fallen Order" so einnehmend, dass man sich dem jungen Jedi verbunden fühlt. Und dann ist nicht nur die Macht mit Cal Kastis, sondern auch der Spieler selbst.

"Star Wars Jedi: Fallen Order" ist ab sofort für Playstation 4, Xbox und PC erhältlich.

 

Quelle: n-tv.de

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