Technik
Die erste öffentliche Beta von Android P ist da.
Die erste öffentliche Beta von Android P ist da.(Foto: jwa)
Samstag, 12. Mai 2018

Öffentliche Beta ist da: Die fünf besten Neuerungen von Android P

Von Johannes Wallat

Google hat die erste öffentliche Beta-Version von Android P veröffentlicht. Die neue Software ist zwar noch instabil, kann aber schon viel. Das sind die fünf besten neuen Features.

Was Android P alles können würde, war schon vor der Keynote zur Google I/O durchgesickert, und in den ersten Entwickler-Vorschauen gab's bereits erste Einblicke in Googles neue Smartphone-Software, deren finale Version irgendwann im Herbst 2018 erscheinen wird. Mit der Veröffentlichung der ersten Beta von Android P können jetzt aber auch Nicht-Entwickler und technisch weniger versierte Nutzer in die neue Android-Version hereinschnuppern, die neben einem frischen Design und netten kleinen Details auch neue Funktionen mit sich bringt.

Neue Navigation

Zu den wichtigsten neuen Funktionen gehört die neue Systemnavigation. Ein zentraler Homebutton ersetzt die drei Navigationstasten, die seit Jahren zu Android gehörten. Künftig wischt man vom Homebutton nach oben, um dann horizontal durch die zuletzt geöffneten Apps zu scrollen. Ein erneuter Wisch oder ein einzelner "langer" Wisch von unten nach oben öffnet den App-Drawer. Mit einem langsamen Wisch nach rechts erhält man eine scrollbare Übersicht mit Apps - man muss einfach bei der gewünschten den Finger loslassen. Die Zurück-Taste gibt es nur noch in Apps, nicht aber auf dem Homescreen.

Mehr Akkulaufzeit

Wer Wert auf lange Akkulaufzeiten legt, wird mit Android P wahrscheinlich glücklich: Der Adaptive Stromsparmodus lernt mithilfe von Maschinellem Lernen und KI, welche Apps in der nächsten Zeit nicht gebraucht werden und schränkt deren Hintergrundaktivitäten ein. Außerdem lernt das System mit der Zeit, wie Nutzer die automatische Helligkeit ihres Smartphones nutzen und in welchen Momenten sie wie nachhelfen. Die Automatik wird so mit der Zeit genauer und hilft damit beim Stromsparen.

Lautstärketasten

Eine kleine, aber sehr nützliche Änderung: Die Lautstärktasten ändern mit Android P immer die Medienlautstärke, egal ob man sich in einer Medien-App befindet oder auf dem Homescreen. Wer die Klingeltonlautstärke anpassen will, muss auf eine Schaltfläche oberhalb des Lautstärkereglers tippen. Das ergibt Sinn, denn die Medienlautstärke wollen die meisten Nutzer wesentlich öfter anpassen als die Lautstärke ihres Klingeltons.

Bessere Phone-Life-Balance

Beim Stromsparen hilft auch, das Smartphone einfach mal aus der Hand zu legen. Android P soll auch dabei helfen. Ein Dashboard zeigt detaillierte Nutzungsstatistiken und legt damit auch unbequeme Wahrheiten frei. Das ist aber noch nicht alles: Google will seinen Nutzern zu einer besseren Phone-Life-Balance verhelfen, indem sie zum Beispiel Zeitlimits für die Nutzung bestimmter Apps festlegen können. Die "Wind Down"-Funktion schaltet ein Gerät zur festgelegten Zeit in den Ruhemodus oder wechselt in eine Schwarz-Weiß-Anzeige - die soll nicht so anstrengend für die Augen sein und so dem Nutzer helfen, zur Ruhe zu kommen.

Weniger Störungen

Mit Android P weitet Google die Nicht-Stören-Funktion auch auf Displaymitteilungen aus - bei aktiviertem Modus bleibt der Bildschirm dunkel. Zudem reicht es aus, sein Smartphone mit dem Display nach unten auf den Tisch zu legen, um den Modus zu aktivieren. Nutzer können Ausnahmen hinzufügen, also Kontakte, die auch im Nicht-Stören-Modus noch durchkommen können. Alle anderen müssen bis auf weiteres draußen bleiben.

Quelle: n-tv.de