Technik

Update beerdigt iTunes Diese Neuerungen bringt macOS Catalina

Apple_macOS-catalina-available-today_100719.jpg

macOS Catalina ist nach einer felsigen Insel vor der Küste Kaliforniens benannt.

(Foto: Apple)

Apple hat macOS Catalina veröffentlicht. Das neue Betriebssystem ersetzt unter anderem iTunes durch vier neue Apps und den Finder und macht das iPad zum engen Partner von Mac-Rechnern.

Ab sofort können Nutzer eines Mac-Rechners macOS Catalina installieren. Die Hardware-Voraussetzungen sind moderat, die meisten Geräte, die ab 2012 hergestellt wurden, sind fit für die Installation des neuen Betriebssystems. Lediglich ein Mac Pro darf nicht älter als sechs Jahre sein. Hier die wichtigsten Neuerungen:

iTunes aufgeteilt

Apple_macos-catalina-apple-music-screen_100719.jpg

Nur iTunes ist weg, die Songs findet man jetzt in der Musik-App.

(Foto: Apple)

- Die auffälligste Veränderung, die Nutzer nach dem Neustart sehen werden, ist die fehlende iTunes-App. Apple hat dessen Funktionen unter Catalina auf insgesamt fünf Anwendungen verteilt. Das alte Logo hat die Musik-App erhalten, wo man auch seine Songs wiederfindet. Filme und Serien verwaltet jetzt die TV-App, Podcasts haben eine eigene Anwendung erhalten, die Hörbücher werden von der Bücher-App verwaltet. Und iPhones, iPads und iPads werden jetzt direkt im Finder synchronisiert.

- Künftig soll es immer mehr Mac-Versionen von iPad-Apps geben. Apple ermöglicht dafür Entwicklern via "Mac Catalyst" eine einfache Anpassung ihrer iOS-Anwendungen. Bisher ist das Angebot zwar noch sehr überschaubar. Doch die Anzahl angepasster iPad-Anwendungen dürfte rasch steigen, unter anderem hat Twitter eine Catalyst-App angekündigt. Außerdem verlangt Apple von iPad-Entwickler, dass alle Anwendungen spätestens ab April 2020 kompatibel sein müssen.

iPad als zweites Display

Apple-macOS-Catalina-sidecar-tethered-woman-drawing-100719.jpg

Das iPad kann unter Catalina zum Grafiktablett werden.

(Foto: Apple)

- Das iPad selbst ist nach der Aktualisierung der beste Freund von Mac-Rechnern und kann ihm über die neue Sidecar-Funktion als Zweit-Display dienen. Die Geräte müssen allerdings relativ jung sein. Ein iMac, MacBook oder MacBook Pro muss 2016 oder später herausgekommen sein, ein Mac mini darf nicht älter als ein Jahr sein und nur der Mac Pro 2019 ist kompatibel. Bei den iPads funktioniert Sidecar nur mit den jüngsten Versionen und allen Pro-Modellen.

Mit Sidecar ist es möglich, für Präsentationen die Darstellung zu spiegeln oder man nutzt das iPad als separaten Bildschirm. Das Tablet kann außerdem als Eingabe-Gerät für den Apple Pencil oder als zusätzliche Touch Bar dienen.

Sidecar funktioniert via Kabelverbindung oder WLAN. Die Funktion findet man in den Einstellungen, das blaue Symbol zeigt ein MacBook mit einem zweiten Display. Man kann aber auch ganz einfach über das Airplay-Logo eine Verbindung herstellen. Das Symbol in der Menüleiste ist jetzt übrigens ein querliegendes iPad.

- Die Fotos-App von Catalina ähnelt der von iOS 13 stark. Sie ist jetzt ebenfalls "kuratiert" und zeigt selbstständig die "schönsten Momente" nach Jahren, Monaten oder Tagen geordnet an. Man kann an jedem Ort in der Mediathek mit zwei Fingern Bilder und Sammlungen vergrößern oder verkleinern und Apple hat die Suche mit proaktiven Vorschlägen und strukturierten Ergebnissen verbessert.

Mehr Zeit für sich und die Kinder

Bildschirmzeit.jpg

Bildschirmzeit steht jetzt auch für Macs zur Verfügung.

(Foto: kwe)

- Wie man es von iPhone und iPad schon kennt, hat man jetzt auch auf dem Mac seine Bildschirmzeit immer im Blick. Wer möchte, plant Zeiten, in denen der Mac aus bleibt oder legt Limits für Apps oder Websites fest. Eltern haben die Möglichkeit, die Bildschirmzeit für ihre Kinder zu regeln.

- Die Erinnerungs-App hat jetzt auch auf dem Mac eine komplett neue Benutzeroberfläche, mit der es einfacher sein soll, Erinnerungen zu erstellen, zu verwalten und nachzuverfolgen.

- Unter macOS Catalina kann man E-Mails von bestimmten Absendern blockieren, kommerzielle Mailing-Listen loswerden und allzu lebhafte Threads stummschalten.

- In der Notizen-App gibt's jetzt eine neue Galerieansicht, eine verbesserte Suche und weitere Möglichkeiten zur Zusammenarbeit.

- Apple hat auch den Safari-Browser etwas aufgemöbelt. Er hat jetzt unter anderem eine aktualisierte Startseite, die Siri Vorschläge nutzt, um oft besuchte Websites, Lesezeichen, iCloud Tabs, ausgewählte Leselisten und in Nachrichten gesendete Links hervorzuheben.

Arcade.jpg

Arcade kostet zur Zeit inklusive Familienfreigabe 5 Euro im Monat.

(Foto: kwe)

- Mit macOS Catalina hält auch Apples neues Spiele-Abo Arcade Einzug auf den Macs. Wer das Abo schon auf dem iPhone oder iPad gebucht hat, muss nicht erneut bezahlen, sondern kann sofort loslegen.

Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen

- Schließlich hat Apple die Sicherheit weiter verstärkt. Unter anderem überprüft der Gatekeeper installierte Apps vor dem ersten Start und danach regelmäßig auf bekannte Probleme.  Anwendungen müssen nachfragen, bevor sie auf Dokumenten-Ordner, den Schreibtisch oder die Downloads zugreifen können.

In den jüngsten Macs ab Baujahr 2018 ermöglicht der T2-Chip eine Aktivierungssperre wie bei iPhones und iPads. Wird ein Rechner geklaut oder geht verloren, ist er so für Diebe und Finder unbrauchbar. Das neue Betriebssystem wird auf einem isolierten Bereich der Festplatte ausgeführt, der schreibgeschützt und strikt getrennt vom beschreibaren Volumen mit Anwendungen ist.

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema