Technik

Die perfekten Allrounder Drei gute Kompaktkameras unter 500 Euro

Sony-RX100-III-1.jpg

Kompaktkameras wie die Sony RX100 III passen in fast jede Hosentasche.

(Foto: jwa)

Kompaktkameras sind die besten Foto-Allrounder für anspruchsvolle Hobby-Knipser: Sie sind leicht, können viel und passen in jede Jackentasche. Im Angebotsdickicht gibt es drei Modelle, die für unter 500 Euro viele Wünsche erfüllen.

Smartphones sind in vielen Fällen die ideale Kamera, denn man hat sie immer dabei und in halbwegs guten Bedingungen machen sie ausreichend gute Bilder. Trotzdem können sie eine "richtige" Kamera in ebenso vielen anderen Fällen nicht ersetzen. Als perfekte Allrounder hat sich die Klasse der Kompaktkameras erwiesen. n-tv.de nennt drei Modelle, die ihr Geld wert sind und welche Vor- und Nachteile die Kompakten haben.

Wer eine leichte und kompakte Reisekamera sucht, die gute Fotos auf Semi-Profi-Niveau macht, landet schnell bei den Kompaktkameras mit 1-Zoll-Sensor von Sony, Canon oder Panasonic. In dieser Klasse gibt eine Reihe von Modellen, die sich technisch nahezu ebenbürtig sind und sich auch baulich kaum voneinander unterscheiden.

Sony DSC-RX100M3

Sony-RX100-III-iPhone.jpg

Zumindest in zwei Dimensionen ist die RX100 III deutlich kleiner als ein iPhone XR.

(Foto: jwa)

König in der Kompaktklasse, was die Bildqualität angeht, sind Sonys RX100-Modelle. Wer eine aktuelle RX100 kaufen will, muss tief in die Tasche greifen, die RX100 VI kostet beim Hersteller 1300 Euro. Die gute Nachricht: Auch die Sony RX100 III ist immer noch konkurrenzfähig, in Bestenlisten und Kaufempfehlungen taucht sie immer wieder auf. Bei Sony kostet sie noch 850 Euro, im Netz ist sie aber schon für rund 480 Euro zu finden. Größter Nachteil bei der extrem kompakten und leistungsstarken RX100 III: Sie hat zwar einen ausklappbaren Sucher, aber keinen Touch-Screen. Dafür hat sie einen eingebauten Graufilter (Neutraldichte- oder ND-Filter) für Aufnahmen mit Offenblende oder Langzeitbelichtungen bei Tageslicht.

Canon Powershot G7X II

Camerasize 1.JPG

Die Sony RX100 und die Canon G7X II im Größenvergleich.

(Foto: Camerasize.com)

Quasi gleichauf mit der Sony liegt Canons G7X II. Das Gehäuse ist im Vergleich etwas größer, die Bedientasten ragen hervor. Sie ist aber immer noch knapp hosentaschentauglich. Größter Vorteil der Canon im Vergleich zu den Mitbewerbern ist der größere Zoom-Bereich. Die RX100 III deckt einen Brennweitenbereich von 24-70 Millimetern (mm) ab, die Canon zoomt von 24-100 mm. Ihre Abbildungsqualität wird in manchen Tests im direkten Vergleich zur Sony aber etwas schwächer bewertet. Sie hat außerdem einen Touchscreen, dafür aber keinen Sucher. Im Netz kostet sie derzeit rund 470 Euro.

Panasonic Lumix DMC-LX15

Panasonic Lumix LX15.jpg

Sieht ähnlich aus und ist auch quasi gleich groß wie die anderen: die Panasonic Lumix LX15.

(Foto: Panasonic)

Dritter im Bunde ist die Lumix LX15 von Panasonic. Sie teilt sich mit der Sony und der Canon den 20,1-Megapixel-Sensor und hat auch sonst ganz ähnliche Qualitäten. Mit f1.4 hat sie die größte Offenblende bei 24 mm, die beim Zoomen aber blitzschnell kleiner wird und am Ende von 72 mm wie bei den anderen bei f2.8 liegt. Sie ist die einzige des Trios, die Videos mit 4K-Auflösung filmt (30 Bilder pro Sekunde, fps). Full-HD-Videos filmt sie mit 60 fps, genau wie die Canon G7X II. Die Sony RX100 III filmt Full HD mit 50 fps.

Alle drei Modelle sind zwar nicht mehr brandneu, aber immer noch ihr Geld wert, weil sie mit ihrer geringen Größe, der guten Abbildungsleistung und dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis für viele Hobby-Fotografen und Reise-Knipser einen ziemlich perfekten Kompromiss darstellen. Noch kleiner, leichter und günstiger geht’s zum Beispiel mit der Canon G9X II, die hat dafür aber weniger Zoom und ein weniger lichtstarkes Objektiv als ihre Schwester. Viel Zoom, dafür eine etwas schlechtere Lichtleistung hat die Lumix DMC-TZ101 mit Zehnfach-Zoom (25-250 mm).

Wer etwas mehr Geld in die Hand nehmen will, kann zum Beispiel zur Lumix LX100 II greifen. Die hat einen größeren Sensor (Micro-Four-Thirds) und mehr Lichtleistung. Sie hat aber keinen Klapp-Bildschirm, ist deutlich teurer (aktuell rund 820 Euro) und größer als die Kompakten und passt höchstens noch in die Jackentasche.

Grenzen bedenken

Bedenken sollte man vor dem Kauf, dass die Kompakten nicht nur Vorteile, sondern auch Grenzen haben. Da ist zum einen der Sensor, der zwar größer ist als bei Smartphones, aber deutlich kleiner als bei einer System- oder Spiegelreflexkamera mit APS-C-Sensor, geschweige denn einer Vollformatkamera. Das bedeutet, dass man Abstriche beim Dynamikumfang, dem Bildrauschen und der Tiefenunschärfe machen muss.

Ein anderer wichtiger Nachteil für Fotografen mit Ambitionen: Keine der genannten Kameras unterstützt Wechselobjektive. Wer also bei der Wahl der Linsen Freiheit haben möchte, für den sind die kompakten Knipsen auch nichts. Besonders Nutzer mit großen Händen könnten die kleinen Gehäuse zudem unpraktisch finden, weil sie nicht gut in der Hand liegen.

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema