Technik

Schwangerer Mann und neue Gesten Emojis bekommen diversen Zuwachs

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Emojis sind fester Bestandteil der Kommunikation im Internet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nutzer von Chatprogrammen können bereits aus Hunderten Emojis auswählen. Mit einem Update kommen bald Dutzende kleine Bildchen dazu. Die Entwickler legen erkennbar Wert auf Vielfalt und Repräsentation, sparen aber auch nicht mit dem ein oder anderen Kuriosum.

Ein schmelzender Smiley, ein aus Händen geformtes Herz und sogar ein schwangerer Mann: Das Unicode Konsortium hat 37 neue Emojis vorgestellt. In Zukunft sollen die Chatsymbole auf Endgeräten auf der ganzen Welt verfügbar sein. Wann genau die Nutzer darauf zugreifen können, steht allerdings noch aus.

Bei dem Unicode Konsortium handelt es sich um eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Kalifornien. Sie legt zum einen den digitalen Standard für Schriftzeichen fest, fungiert aber auch als zentrale Stelle für die Gestaltung und Normung der Emojis. Ein Komitee wählt jährlich aus einer Reihe von Vorschlägen geeignete Neuzugänge aus. Die Organisation wird durch Mitgliedsbeiträge finanziert. Zu den Mitgliedern gehören große Technologiekonzerne wie Apple, Microsoft oder Google, auf deren Betriebssystemen die Emojis erscheinen.

Mit dem Update können in Chats zukünftig Smileys mit Bezeichnungen wie "Gesicht mit offenen Augen und Hand über dem Mund" oder "Gesicht, das Tränen zurückhält" Verwendung finden. Ein Zeichen für Diversität wird mit dem "Händeschütteln" gesetzt, welches um Hände verschiedener Hautfarben erweitert wurde.

Bei einigen der neuen Bildchen muss sich die Alltagstauglichkeit noch herausstellen. So bereichern bald drei einzelne Bohnen oder ein verschüttetes Wasserglas die Kurznachrichten oder E-Mails. Zudem kommen einige neue Gesten dazu, wie etwa ein Fingerschnippen.

Mehr Repräsentation

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Alle 37 neuen Emojis.

(Foto: https://emojipedia.org)

Die wohl auffälligsten neuen Emojis stellen einen schwangeren Mann sowie eine schwangere, geschlechtsneutrale Person dar. Der sogenannte Emoji-Untersuchungsausschuss des Unicode Konsortiums schreibt dazu: "Das Geschlecht eines Menschen gibt nicht die Fähigkeit vor, Kinder zu Hause großzuziehen oder zu arbeiten." Auch wenn ein Großteil der schwangeren Menschen Frauen seien, gebe es auch intersexuelle Männer und Transmänner, die Kinder zur Welt bringen. Die Plattform Emojipedia.org, ein Online-Nachschlagwerk für Emojis, sieht zudem noch einen weiteren Verwendungszweck. So könne das Emoji einerseits einen schwangeren Mann zeigen, aber auch dafür stehen, zu viel gegessen zu haben.

Auch wenn das Update bereits veröffentlicht ist, können die Emojis auf Plattformen wie Whatsapp oder Instagram voraussichtlich erst Ende des Jahres oder Anfang 2022 genutzt werden, schreibt die "Welt". Denn die neuen Zeichensätze müssten erst auf die Betriebssysteme angepasst werden. Des Weiteren umfasse das Update etwa Sprachen und Schriftzeichen, die bislang nicht integriert seien.

Quelle: ntv.de, mdi

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