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Microsoft zeigt Vernunft Erlaubt Windows 10 bald Update-Pausen?

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Lästige Angelegenheit: Die Freude über Windows-10-Updates hält sich bei vielen Nutzern in Grenzen.

jwa

Die nächste Version von Windows 10 könnte Home-Nutzern eine langersehnte Funktion bringen: Mit dem April-Update sollen Aktualisierungen bis zu sieben Tage aufgeschoben werden können.

Windows 10 ist eigentlich ein prima Betriebssystem, doch mit den Software-Updates für Microsofts ultimative PC-Lösung gibt es immer wieder Probleme. Zuletzt machte das große Oktober-Update derartige Zicken, dass Microsoft die Notbremse ziehen und die Verteilung stoppen musste und das Update erst im November ausliefern konnte. Das Problem für Privatanwender war bisher: Sie konnten nicht selbst entscheiden, wann sie ein Update installieren. Das könnte sich in Zukunft ändern.

Aus Sicherheitsgründen ergibt Microsofts Zwangs-Update-Politik zwar durchaus Sinn, denn grundsätzlich ist es gut, wenn möglichst viele PC-Nutzer ein möglichst aktuelles Betriebssystem nutzen. Doch dass der Rechner ein Windows-Update gefühlt häufig genau dann installieren möchte, wenn es am wenigsten passt, empfinden viele Nutzer der Home-Version von Windows 10 als Bevormundung. Nur bei Windows 10 Pro ist es möglich, Updates zu pausieren.

Privatnutzer als Beta-Tester

Und mit jeder neuen alarmierenden Meldung über Aussetzer, Datenverluste und andere schwere Fehler in Software-Updates rückt der Service- und Sicherheits-Aspekt weiter in den Hintergrund, während die Stimmen der Kritiker lauter werden. Zuletzt hieß es von vielen Seiten, Microsoft missbrauche seine Privatnutzer für die alle sechs Monate verteilten großen Updates als unfreiwillige Beta-Tester für unausgegorene Software. Befeuert wurde diese Lesart ausgerechnet von einem offiziellen Blogeintrag von Microsoft, der die Beta-Test-These de facto bestätigte.

Jetzt hat sich Microsoft offenbar dazu durchgerungen, etwas an der bisher geltenden Update-Politik für Privatnutzer zu ändern. Die Website "Wccftech.com" berichtet, dass der Konzern in Zukunft allen Nutzern ermöglichen könnte, Software-Updates zu verschieben. Das anstehende April-Update auf Version 19H1 "könnte diese Funktion endlich zu Windows-10-Home-Nutzern bringen", heißt es in der Meldung.

Technik-Journalist und Windows-Experte Paul Thurrott war einer der ersten, die über dieses "Zeichen der Vernunft" berichteten. Die neue Windows-10-Version, die gerade von den Teilnehmern am Windows-Insider-Programm getestet werde, zeige eine entsprechende Option in den Einstellungen. Nutzer könnten ein Update demnach um sieben Tage verschieben. Es sei aber offenbar nicht möglich, ein Update länger als sieben Tage aufzuschieben, schreibt Wccftech.com.

Quelle: n-tv.de, jwa

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