Technik

Ist mein Fernseher schon fit? Hier wird bald auf DVB-T2 umgestellt

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Neuere Fernseher sind meistens schon fit für DVB-T2 HD.

(Foto: Grundig)

Im Herbst wird der TV-Empfang in vielen deutschen Regionen auf DVB-T2 HD umgestellt. Wo wird wann gewechselt, und was müssen Betroffene wissen?

Im Frühjahr 2017 wurde in 18 deutschen Ballungsräumen der Fernsehempfang per Antenne von DVB-T auf DVB-T2 HD umgestellt. Das neue Antennenfernsehen bringt den Zuschauern schärfere Bilder und je nach Region bis zu 40 Programme, aber auch höhere Kosten: Wer Privatsender empfangen will, muss seit Juni 2017 zahlen, nur die öffentlich-rechtlichen Sender sind noch frei zugänglich.

Neue Regionen

Jetzt kommen weitere Gebiete hinzu: Ab August endet in Bielefeld die Übertragung von DVB-T zeitgleich mit der Einführung des neuen Standards DVB-T2 HD, ab dem 26. September wird stufenweise in weiteren Regionen umgestellt. Die Starttermine im Detail:

26. September 2018: Amberg, Bamberg, Ochsenkopf (Bayern); Chemnitz-Geyer, Chemnitz-Reichenhain (Sachsen) und Gera (Thüringen)

24. Oktober 2018: Aalen, Donaueschingen, Heilbronn-Weinsberg, Ravensburg, Ulm, Waldenburg (Baden-Württemberg) und Garmisch-Partenkirchen, Grünten, Hohenpeissenberg, Pfänder (Bayern)

28. November 2018: Donnersberg, Eifel, Kaiserslautern, Trier (Rheinland-Pfalz), Berus (Saarland) und Inselsberg (Thüringen)

5. Dezember 2018: Waren, Helpterberg (Mecklenburg-Vorpommern); Hochsauerland, Nordhelle, Siegen-Stadt (Nordrhein-Westfalen) und Bredstedt, Brunsbüttel, Heide, Helgoland, Westerland/Sylt (Schleswig-Holstein)

Antennenzuschauer müssen umsteigen

Wer in diesen Regionen lebt und sein TV-Signal über Kabel, Internet oder Satellit empfängt, muss nichts unternehmen. Alle Antennen-Zuschauer, die bisher mit DVB-T ferngesehen haben, müssen aber auf den neuen Standard umsteigen, sonst bleibt der Bildschirm ab dem Umstelltag schwarz. Wechseln ist aber auch schon früher möglich, die neuen Empfangsgeräte für DVB-T2 können DVB-T ebenfalls empfangen.

Die meisten neuen Fernseher und Receiver haben einen DVB-T2-fähigen Empfänger bereits eingebaut. Erkennbar ist das am grünen "DVB T2 HD"-Logo auf der Verpackung oder im Datenblatt. Laut Stiftung Warentest sind aber auch Geräte ohne grünes Logo fit für die neue Technik. Bei Receivern ist das der Fall, wenn sie nur für den Empfang von öffentlich-rechtlichen Sendern geeignet sind und das verschlüsselte Signal der Privatsender nicht decodieren können.

Logo gibt Sicherheit

Fernseher sind laut Warentest fit für DVB-T2 HD, sofern sie einen integrierten DVB-T2-Antennenempfänger haben und die Kodiertechnik HEVC, auch bekannt als H.265, unterstützen. Diese Angaben muss man aber oft umständlich suchen, zum Beispiel online im Datenblatt des entsprechenden Gerätes. Einfacher ist da die Nachfrage bei den Experten, zum Beispiel dem Fachverkäufer oder dem Kundendienst des Herstellers.

Übrigens: Deutsche Kunden sollten sich ausschließlich am grünen DVB-T2-Logo orientieren, rät Stiftung Warentest. Nur dieses Logo garantiert, dass das Gerät auch die Kodiertechnik HEVC unterstützt. Es gibt zwar noch ein anderes DVB-T2-Logo mit blauer und schwarzer Schrift. Das bietet diese Garantie aber nicht, denn es wird für Geräte in anderen Ländern verwendet, in denen es zwar DVB-T2 gibt, allerdings ohne die HEVC-Verschlüsselungstechnik.

Wer neben den öffentlich-rechtlichen Sendern auch die Privatsender abonnieren will, muss zudem beim Kauf seines Receivers oder CI+-Moduls auf das Logo von "Freenet TV" achten. Das bietet die Gewissheit, dass das gekennzeichnete Gerät auch für den Empfang der Privaten geeignet ist.

Quelle: ntv.de, jwa

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