Technik

Eufy HomeVac H11 ausprobiert Kräftiger Sauger bläst zu stark

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Der Eufy HomeVac H11 saugt verschütteten Kaffee problemlos weg, wenn man ihn so wie hier im richtigen Winkel hält.

(Foto: Anker)

Der Eufy HomeVac H11 ist ein schicker neuer Handstaubsauger, der eigentlich auf ganzer Linie eine gute Figur macht. Der kleine Sauger will aber im richtigen Winkel genommen werden, weil er sonst viel zu kräftig bläst.

Wer keinen hat, glaubt es vielleicht nicht, aber Handstaubsauger sind wirklich sehr beliebt und viele Deutsche haben so einen kleinen Sauger in ihrer Wohnung und/oder im Auto. Grund genug für ntv.de das Angebot von Anker anzunehmen, den brandneuen Eufy HomeVac H11 zu testen, der rund 60 Euro kostet.

Der erste Eindruck ist schon mal positiv. Denn das Gerät sieht alles andere als spießig aus und ist sehr solide verarbeitet. Auch wenn sich der Handstaubsauger sehen lassen kann, findet er an versteckten Orten leicht Platz, da er nur 33,5 x 7,4 x 7,4 Millimeter misst und er senkrecht auf seiner abgeflachten Verschlusskappe steht. Mit 600 Gramm ist er außerdem recht leicht und liegt mit seinem leicht gerippten Griff angenehm und sicher in der Hand.

Kräftig und unkompliziert

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Mit dem Aufsatz kommt man auch an schwer erreichbare Stellen.

(Foto: Anker)

Noch besser wird es, wenn man die Kappe abzieht und den Einschalter drückt. Denn der HomeVac H11 geht mit 5500 Pascal (Pa) recht kräftig für einen Handstaubsauger zur Sache. So hat er weder Probleme verschüttete Nüsschen aus der Sofaritze zu saugen, noch mit Streugut auf dem kurzfaserigen Flur- oder Auto-Teppich. Er zieht auch ganz gut Katzenhaare vom Pullover oder verschüttetes Kaffeepulver aus der Besteck-Schublade. Für die Computertastatur oder schlecht zugängliche Ritzen liefert Anker einen schmalen Aufsatz mit ausfahrbarer Bürste mit. Auch die Lautstärke hält sich mit rund 70 Dezibel in wohnzimmertauglichen Grenzen.

Prima: Das Gerät ist schnell gereinigt: Auffangbehälter und HEPA-Filter sind im Handumdrehen abgezogen, beide Teile kann man unter fließendem Wasser reinigen. In der Staubbox ist nicht viel Platz, daher sollte man sie zumindest nach jedem Gebrauch ausklopfen.

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Die Einsätze reinigt man ganz einfach unter fließendem Wasser.

(Foto: Anker)

Rund 13 Minuten hält der Eufy HomeVac H11 mit einer Akku-Ladung durch. Das ist okay, er ist ja für den kurzen Schnelleinsatz gedacht und nicht für das Großreinemachen. Wenn man ihn bei Nichtgebrauch regelmäßig über den (altmodischen) Micro-USB-Eingang auflädt, sollte dem Gerät nur selten die Puste ausgehen.

Kleine Fehlkonstruktion

Apropos Puste: Die eingesaugte Luft muss auch irgendwo wieder raus. Und da haben sich die Anker-Konstrukteure mit der Unterseite eine ziemlich unpassende Stelle ausgesucht. Wenn man das Gerät nämlich nicht im Winkel hält, den der Saugrüssel vorgibt und der Luftauslass der Oberfläche zu nahe kommt, bläst das Gerät das weg, was es eigentlich aufsaugen sollte. Besonders schnell passiert das bei glatten Oberflächen, auf Teppichen macht sich der Effekt weniger bemerkbar.

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Unterhalb des Micro-USB-Anschlusses sieht man den Luftauslass, der Probleme bereiten kann.

(Foto: Anker)

Wie beschrieben, kann man das Wegblasen verhindern, indem man den Handsauger im richtigen Winkel hält und man gewöhnt sich daran, darauf zu achten. Trotzdem fragt man sich, was sich die Konstrukteure dabei gedacht haben.

Alles in allem ist der Eufy HomeVac H11 ein wirklich kräftiger, kleiner, unkomplizierter und schicker Handstaubsauger, der so ziemlich alles wegzieht, was er vor den Rüssel bekommt. Wenn man sich an den ungeschickt platzierten Luftauslass gewöhnt hat, hat man an dem Gerät seine Freude. Für 60 Euro bekommt man aber ähnlich starke Sauger, die in die richtige Richtung blasen.

Quelle: ntv.de