Technik

Windows Blue: offizieller Name steht Microsoft verschenkt Update

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Wird aufgemotzt: Windows 8.

(Foto: REUTERS)

Es gibt viele unzufriedene Kunden, die Microsoft beruhigen will: Das kommende Update "Blue" wird für Besitzer von Windows 8 gratis sein, kündigt der Konzern an. Auch der offizielle Name steht nun fest. Er lässt vermuten, was Microsoft in Zukunft vorhat.

Für alle, die sich bei ihrem Windows 8 über den fehlenden "Start"-Knopf ärgern, kommt die gute Nachricht aus dem Munde von Tami Reller, der Marketingchefin von Microsoft. Das "neue" Windows Blue wird es für Besitzer des Betriebssystems gratis geben. Der offizielle Name steht nun ebenfalls fest - schlicht "Windows 8.1". Damit wird es eher ein aufgemotztes Service Pack, kein neues, vollwertiges System. Für Neukunden soll die Softwareversion 8.1 ebenso viel wie die derzeitige Version kosten.

Zum genauen Erscheinungsdatum äußerte sich Reller nicht. Zuletzt hatte Windows-Spartenchefin Julie Larson-Green davon gesprochen, dass das Update später im Jahr erscheine. Eine Vorabversion wird es ihren Worten zufolge allerdings schon im Juni geben. Und höchstwahrscheinlich wird der Start-Button zurückkehren, den viele Nutzer vermissen. Die Funktionsweise ist jedoch nicht unklar.

PC-Verkaufseinbruch wegen Microsoft?

Microsoft hat seine bisherige Benutzerführung mit Windows 8 radikal geändert. Im Zentrum stehen nun bunte Kacheln zum Starten von Programmen. Damit trägt der Software-Konzern der Beliebtheit von Tablet-Computern mit ihren berührungsempfindlichen Bildschirmen Rechnung. Allerdings beklagen sich langjährige Windows-Nutzer, dass dieses Konzept auf dem Schreibtisch-Computer nicht stimmig sei. Der Marktforscher IDC hatte Microsoft sogar mitverantwortlich gemacht für den Verkaufseinbruch bei klassischen PCs.

Mit Windows 8 scheint Microsoft zudem von der Praxis abzurücken, ein Betriebssystem mit sogenannten Service-Packs technisch auf der Höhe der Zeit zu halten. Beispielsweise gibt es für das 2001 erschienene Windows XP schon das dritte Service-Pack. Die Neuerungen stecken dabei größtenteils "unter der Haube". Stattdessen, so wurde spekuliert, könne Microsoft nun im Jahresabstand eine auch optisch weiterentwickelte Variante seines Betriebssystems auflegen. Der Name Windows 8.1 legt den Anfang dieses Kurswechsels nahe.

Microsoft erklärte, dass in den kommenden Wochen weitere Details zum Update bekanntgegeben würden. Vor einigen Wochen waren bereits Bilder mit angeblichen Screenshots auf einer polnischen Website aufgetaucht. Unter anderem soll es demnach mehr Möglichkeiten geben, Programme nebeneinander anzuzeigen. Das Betriebssystem ist zusammen mit dem Büropaket Office der Geldbringer für den weltgrößten Software-Konzern.

Quelle: ntv.de, rpe/dpa

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