Technik

"Zentrum des Online-Universums" Neue Rolle für Yahoo

Überrannt vom Facebook-Erfolg will Yahoo seine Rolle in der Online-Welt neu definieren. Jetzt ist klar, wo es hingehen soll: Yahoo will sich als Schaltzentrale zwischen sozialen Netzwerken etablieren. Die Integration von Facebook macht den Anfang.

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Mit seiner Grüdnung im Jahr 1995 zählt Yahoo zu den Pionieren des Internet.

(Foto: REUTERS)

Yahoo will vom Erfolg von Facebook profitieren und integriert das Netzwerk stärker in sein Internetportal. Künftig sollen sich die Nutzer direkt von der Yahoo-Website aus bei Facebook einloggen können. Inhalte, die sie bei Facebook veröffentlichen, lassen sich auf der Yahoo-Seite einspeisen und beispielsweise im Mail-Postfach lesen. Umgekehrt können die Mitglieder ihre Aktivitäten auf den Yahoo-Seiten den Facebook-Freunden mitteilen, etwa wenn sie beim Yahoo-eigenen Fotoportal Flickr Bilder hochladen oder Nachrichten kommentieren.

Verbesserter Privatsphäre-Schutz

Yahoo verfolgt mit der Integration zwei Ziele. Zum einen will das Unternehmen seine eigenen Nutzer an sich binden. "Wir versuchen, Yahoo zum Zentrum des Online-Universums zu machen", so der für soziale Netzwerke zuständige Manager Jim Stoneham. Zum anderen hofft der Internet-Pionier, unter Facebook-Nutzern seine Bekanntheit zu steigern.

 

Das Unternehmen hat außerdem seine Privatsphäre-Einstellungen überarbeitet und in "Yahoo Pulse" umbenannt. Die Seite sei eine Art "Schaltzentrale", in der Nutzer auf einen Blick sehen können, welche Informationen an externe Dienste wie Facebook übertragen werden. Die für den Datenschutz zuständige Yahoo-Managerin Anne Toth sagte, dies sei eine Reaktion auf die jüngsten Negativ-Schlagzeilen im Bereich der Online-Netzwerke. "Wir wollen sicherstellen, dass die Nutzer die Kontrolle haben." Die Funktion steht ab Dienstag zur Verfügung.

Twitter kommt auch noch

Der Ausbau des Portals ist damit noch nicht abgeschlossen. Im Laufe des Jahres will Yahoo auch den Kurzmeldungsdienst Twitter auf eine ähnliche Weise einbinden. Zudem steht noch die Integration des Spiele-Anbieters Zynga aus. Die Unternehmen hatten kürzlich eine strategische Zusammenarbeit beschlossen.

 

Yahoo gehört mit weltweit knapp 600 Millionen Nutzern zu den größten Internetportalen. Mit dem Aufkommen der sozialen Netzwerke ist dem Pionier allerdings große Konkurrenz entstanden. Seit dem Antritt der Chefin Carol Bartz im Januar 2009 baut Yahoo seine Website grundlegend um. Online-Netzwerke spielen dabei eine zentrale Rolle.

Quelle: n-tv.de, dpa

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