Technik

Find X2 mit 120-Hz-Display Oppo stellt Galaxy-S20-Killer vor

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Das Oppo Find X2 kommt in Schwarz (Keramik), Orange (Kunstleder/Pro) oder Blau (Glas) nach Deutschland.

(Foto: Oppo)

Der chinesische Smartphone-Riese Oppo stellt das Find X2 vor. Das Smartphone ist vollgepackt mit der besten Hardware, die man derzeit bekommen kann. Damit ist es ein sehr ernst zu nehmender Konkurrent für Samsungs Galaxy S20, aber auch ähnlich teuer.

In Deutschland ist Oppo noch ziemlich unbekannt, obwohl der Smartphone-Hersteller mit rund 8 Prozent Marktanteil weltweit 2019 der viertgrößte Smartphone-Hersteller war. Das ist umso bemerkenswerter, da die Chinesen auf einigen der wichtigsten Märkte noch gar nicht oder nur indirekt vertreten sind.

Das galt bis vor Kurzem auch für Deutschland, erst im Februar startete Oppo mit dem schicken Hingucker Reno 2 hierzulande offiziell. Jetzt hat der gar nicht so neue Newcomer das Find-X2-Duo vorgestellt.

Schick, aber nicht außergewöhnlich

Design spielt bei den Oppo-Boliden weniger eine Rolle, die Find-X-Serie soll Nutzer ansprechen, die gerne in die Hardware-Vollen gehen. Das gilt vor allem für die Pro-Variante, die noch ein bisschen mehr als das Standard-Modell zu bieten hat.

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Oppos Find-X2-Serie bietet Hardware vom Feinsten.

(Foto: Oppo)

Optisch ist das Find X2 eher Standard-Ware. Wenn die Frontkamera nicht durch ein Loch in der linken Seite des Displays knipsen würde, könnte man es auf den ersten Blick auch für ein Huawei P30 Pro halten. Das ist okay, das Design der 5G-Smartphones ist schick und edel - nur eben nicht außergewöhnlich oder raffiniert.

Interessant ist, dass Oppo die Geräte auch mit Rückseiten aus Keramik und Kunstleder (nur Pro) anbietet. Nicht ganz okay ist, dass das "einfache" Modell nur nach IP54 gegen Spritzwasser geschützt ist und nur die Pro-Variante wie ein echtes Flaggschiff nach IP68 dichthält.

Prächtiges Display, bärenstarkes Innenleben

Aushängeschild des Oppo Find X2 ist der 6,7 Zoll große Amoled-Bildschirm, der mehr als 93 Prozent der Front einnimmt. Unter anderem ist er mit einer Pixeldichte von 512 ppi extrem scharf, kann mit bis zu 1200 Nits sehr hell leuchten und bietet auch bei maximaler Auflösung eine Bildwiederholfrequenz von 120 Hertz (Hz). Das von Samsung gelieferte Prachtstück ist durch eine hohe Abtastrate von 240 Hz außerdem äußerst reaktionsschnell. Unterm Display ist ein optischer Fingerabdrucksensor versteckt.

Das Innenleben ist ebenfalls vom Allerfeinsten. Angetrieben wird das Find X2 von Qualcomms neuem Top-Chip Snapdragon 865, der auf 12 Gigabyte Highspeed-Arbeitsspeicher (LPDDR5) zugreifen kann. Auch der Flash-Speicher arbeitet mit UFS 3.0 nach dem jüngsten Standard. Das X2 hat 256 GB an Bord, die Pro-Variante 512 GB. Der Akku hat mit 4200 beziehungsweise 4260 Milliamperestunden eine der Leistung angemessene Kapazität. Ist die Batterie leer, kann sie mit bis zu 65 Watt sehr schnell wieder vollgetankt werden.

Pro knipst auf höherem Niveau

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Die Kamera-Ausstattung macht den Unterschied.

(Foto: Oppo)

Auch bei der Kamera-Ausstattung will Oppo mit den Find-X2-Smartphones in der Königsklasse mitspielen. Der Papierform nach könnte das klappen, wobei hier das Pro klar die Nase vorne hat.

Die optisch stabilisierte Hauptkamera beider Modelle löst mit 48 Megapixeln (MP) auf. Das Pro verfügt aber über einen größeren Sensor (1/1.4") und bietet einen akkurateren Autofokus. Im besseren Find X2 bietet die Ultraweitwinkel-Kamera 48 MP, beim Standard-Modell sind es nur 12. Ähnlich sieht es bei den Tele-Kameras aus. Beide lösen zwar mit 13 MP auf, beim Pro ist aber auch diese Knipse optisch stabilisiert. Das X2 bietet einen fünffachen Hybrid-Zoom, das Pro-Modell einen zehnfachen. Beide Modelle können 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde (fps) aufnehmen.

Preise in Galaxy-S20-Höhen

Technisch kann es das Find-X2-Duo wohl auch ohne 108-Megapixel-Sensor mit Samsungs Galaxy-S20-Trio aufnehmen. Aber auch bei den Preisen kommen die Chinesen den Südkoreanern sehr nahe. Das Oppo Find X2 kostet rund 1000 Euro, für das Pro muss man 1200 Euro hinblättern.

Das ist für einen Hersteller, der sich in Deutschland erst einen Namen machen muss, ganz schön mutig. Andererseits weiß Oppo, was es kann und will sich wohl nicht unter Wert verkaufen.

Quelle: ntv.de