Technik

Flaggschiff mit magischem Stift Samsung lässt Galaxy Note 10 vom Stapel

In New York stellt Samsung sein neues Smartphone-Flaggschiff Galaxy Note 10 vor. Dessen Höhepunkte sind ein fast randloses Display mit "Loch-Kamera", ein "magischer" Stift und eine Triple-Kamera auf der Rückseite.

Wenn die Entwicklung so wie beim Vorgänger verläuft, hat Samsung in New York einen Preis-Leistungs-Knüller des kommenden Jahres vorgestellt, aktuell bekommt man das Galaxy Note 9 schon für 680 Euro. Nutzer, die das brandneue Galaxy Note 10 schon beim Marktstart am 23. August haben möchten, müssen dafür allerdings noch tief in die Tasche greifen, es soll 950 Euro kosten. Noch teurer ist die größere Plus-Variante, für die Samsung 1100 Euro haben möchte, das 5G-Modell kostet sogar 1200 Euro. Bei einem Parallel-Event in Berlin konnte n-tv.de einen ersten Blick auf die Geräte werfen.

Fast randlos

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Durch die schmalen Ränder ist vor allem das "normale "Note 10 noch ziemlich handlich.

(Foto: kwe)

Das AMOLED-Display des "einfachen" Galaxy Note 10 ist wie der Bildschirm des Vorgängermodells 6,3 Zoll groß. Weil es aber noch schmalere Ränder hat und die Frontkamera durch ein kleines Loch im Panel knipst, ist das Gerät insgesamt rund einen Zentimeter kürzer und knapp 5 Millimeter schmaler als das Galaxy Note 9. Das macht einen großen Unterschied, das neue Note ist wesentlich handlicher als sein Vorgänger.

Auch beim Display hat Samsung abgespeckt, es hat nicht die extrem hohe Auflösung des Vorgängers. Mit einer Pixeldichte von 401 ppi ist der Bildschirm aber immer noch knackig scharf. Außerdem kann er für ein AMOLED-Display sehr hell leuchten, liefert tolle Farben und unterstützt HDR10+. Wie beim Galaxy S10 sitzt beim Note 10 ein Ultraschall-Fingerabdrucksensor untermPanel, der zackig und präzise reagiert.

Einigen Nutzern wird die Klinkenbuchse fehlen, die dem schlanken Design geopfert wurde. Immerhin packt Samsung für den USB-C-Anschluss passende AKG-Ohrhörer und einen Adapter dazu. Dass Samsungs digitaler Assistent Bixby keine eigene Taste mehr hat, dürfte dagegen kaum jemanden stören.

Auf der Rückseite hat das Gerät eine Triple-Kamera. Die Hauptkamera löst mit 12 Megapixeln auf und wählt je nach Lichtsituation automatisch die Blende F/1.5 oder F/2.4. Daneben sitzen eine Ultraweitweitwinkel-Kamera mit 16-Megapixel-Sensor und Blende F/2.2 sowie eine Kamera mit zweifachen optischen Zoom, 12-Megapixel-Sensor und Blende F/2.1. Haupt- und Ultraweitwinkel-Kamera sind optisch stabilisiert.

Gestenreicher Stift

Natürlich hat auch das neueste Galaxy S10 einen S-Pen im Gehäuse stecken. Er bietet jetzt eine Gestensteuerung, bei der seine Spitze das Display nicht mehr berühren muss. So können Nutzer beispielsweise den Kameramodus aus der Distanz wechseln oder Musik-Player steuern. Die Befehle sind anpassbar und die Funktion steht auch App-Entwicklern zur Verfügung.

Im Inneren des Galaxy Note 10 werkelt Samsungs neuer Chip Exynos 9825, der auf 8 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher zugreifen. Der interne Flash-Speicher ist 256 GB groß. Einen microSD-Karten-Slot gibt es nicht, aber es finden zwei SIM-Karten Platz. Der Akku hat mit 3500 Milliamperestunden keine allzu große Kapazität, der neue Exynos und das genügsame Display sollten aber eine vernünftige Laufleistung ermöglichen.

Ein Plus an Technik

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Nur das Galaxy Note 10 Plus gibt es auch als 5G-Variante.

(Foto: kwe)

Das Galaxy Note Plus ist in einigen Bereichen noch üppiger ausgestattet. So ist sein Display 6,8 Zoll groß und löst mit einer Pixeldichte von bis zu 420 ppi auf. Die Triple-Kamera des größeren Note 10 wird durch einen ToF-Sensor ergänzt, der zusätzliche Tiefen-Informationen liefert, beispielsweise für künstliches Bokeh oder AR-Anwendungen. Bei der Plus-Variante kann man zwischen einer zweiten SIM-Karte und einer MicroSD-Karte wählen und das Gerät hat einen 12 GB riesigen Arbeitsspeicher. Entsprechend der hungrigeren Ausstattung hat auch der Akku mit 4300 Milliamperestunden eine deutlich höhere Kapazität.

Quelle: n-tv.de

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