Technik

Elgato-Dock für MacBook Pro So nutzt man Thunderbolt 3 voll aus

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Das Elgato Thunderbolt 3 Dock ist teuer, aber gut.

(Foto: kwe)

Unterwegs reichen die Thunderbolt-3-Anschlüsse des MacBook Pro normalerweise locker aus, am Arbeitsplatz darf es aber schon etwas mehr sein. Am besten nutzt man dann ein Dock, beispielsweise das neue Thunderbolt 3 Dock von Elgato.

Apples Entscheidung, das MacBook Pro ausschließlich mit Thunderbolt-3-Anschlüssen zu versehen und auf USB-A-Buchsen und andere klassische Eingänge zu verzichten, gefällt nicht jedem Nutzer, ist aber konsequent und hat seine Vorteile: Die Schnittstelle ist höllisch schnell, Übertragungen bis zu 40 Gigabit pro Sekunde sind möglich. Außerdem ist Thunderbolt 3 kompatibel mit USB-C und künftig werden fast alle Geräte nur noch diesen Stecker haben. Bis es so weit ist, bleibt aber das Problem, dass man sein mitunter sehr teuer gekauftes Zubehör irgendwie ans MacBook Pro anschließen muss und einige Modelle auch nur zwei Buchsen haben. Die ideale Ergänzung für Apples edle Notebooks sind daher Docks, über die alle Peripherie-Geräte an einem Eingang angeschlossen werden können, beispielsweise das Elgato Thunderbolt 3 Dock. n-tv.de hat das Gerät getestet, das auch mit Windows-10-Notebooks kompatibel ist, die die neue Schnittstelle haben.

Starke Ausstattung

Das Dock hat ein solide verarbeitetes Gehäuse, das zu einem großen Teil aus gebürstetem Aluminium besteht. Es verfügt auf der Rückseite über zwei USB-A-Eingänge (USB 3.0), zwei Thunderbolt-Anschlüsse, eine Gigabit-Ethernet-Buchse und ein DisplayPort. Auf der Vorderseite sind Buchsen für Kopfhörer und Mikrofon sowie ein weiterer USB-A-Eingang.

Mit dieser Konfiguration können an dem Elgato-Dock zwei 4K-Displays betrieben werden, wobei ein Monitor am freien Thunderbolt-3-Eingang, der andere am DisplayPort angeschlossen wird. Hängen am Dock zwei Bildschirme, ist die maximale Auflösung jeweils 4096 x 2160 Pixel; kommt nur der Thunderbolt-3-Anschluss zum Einsatz, sind bis zu 5120 x 2880 Pixel möglich. Dabei wird das MacBook Pro mit 85 Watt geladen, wodurch der Akku nach getaner Arbeit zu 100 Prozent gefüllt ist - Docks ohne Thunderbolt 3 schaffen das nicht. An den USB-A-Eingängen können Festplatten, Drucker oder andere Geräte angeschlossen oder Smartphones und Tablets geladen werden. Das lässt fast keine Wünsche offen, allerdings sind zwei Thunderbolt-3-Eingänge etwas mager. Denn einer ist durch den Computer belegt, wodurch nur ein Anschluss für USB-C-Geräte zur Verfügung steht, die künftig den Standard darstellen.

Thunderbolt 3 hat seinen Preis

Die verschiedenen Konfigurationen haben im Test problemlos gearbeitet und der Computer wurde während des Betriebs so schnell geladen wie mit dem Apple-Netzteil. Als sehr praktisch hat sich das kleine Hilfsprogramm von Elgato erwiesen, mit dem es möglich ist, alle angeschlossenen Geräte in einem Rutsch zu trennen statt einzeln abzumelden. Für Dienstreisen mit Handgepäck ist das Dock allerdings nur bedingt geeignet, da sein Netzteil sehr groß und schwer ist.

Nicht so schön ist auch der hohe Preis von rund 300 Euro. Aber hier ist Elgato nicht allein, ähnliche Docks anderer Anbieter kosten ebenso viel. Das liegt daran, dass Thunderbolt 3 bisher noch sehr teuer ist. Das könnte sich im kommenden Jahr ändern, denn laut "Computerbase" hat Thunderbolt-Entwickler Intel angekündigt, die Technik lizenzfrei zur Verfügung zu stellen. Außerdem soll Thunderbolt 3 in Prozessoren integriert werden, wodurch keine Zusatz-Chips mehr nötig sind. Wer bis dahin nicht warten möchte, ist mit dem Elgato Thunderbolt 3 Dock sehr gut bedient.

Quelle: ntv.de