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Dorsey nimmt's mit Humor Twitter wirft Twitter-Gründer raus

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Jack Dorsey hat's zurzeit nicht leicht mit Twitter.

(Foto: AP)

Die vielen Follower von Twitter-Gründer Jack Dorsey staunen nicht schlecht, als sie die Nachricht sehen, dass sein Konto gesperrt wurde. Was ist da denn passiert?

Jack Dorsey hat Twitter vor rund zehn Jahren mitgegründet und ist nach einer längeren Pause seit Oktober 2015 wieder Chef des Dienstes. Wirklich rund läuft es unter seiner Führung nicht, erst kürzlich gab das Unternehmen bekannt, rund 300 Mitarbeiter zu feuern und die Video-App Vine stillzulegen. So dachten vielleicht viele, seine Zeit als CEO sei abgelaufen, als in der Nacht zum Mittwoch plötzlich sein Konto als gesperrt angezeigt wurde.

Doch der Rauswurf war offensichtlich nur ein dummes Versehen. "The Wall Street Journal" berichtet, nach rund einer halben Stunde, sei Dorseys Konto wiederhergestellt worden. Zunächst war es aber auf 200 Follower zurückgestutzt, die komplette Gefolgschaft von 3,8 Millionen Twitter-Nutzern folgte erst später. Dorsey nahm die Panne mit Humor und zitierte seinen ersten Tweet vom 21. März 2006. "Just setting up my twttr ... again", schrieb er. Die Kontosperrung sei ein "interner Fehler" gewesen.

Sperrungen nach Hacks und Hetze

Normalerweise sperrt Twitter Konten, wenn Nutzer sie markieren, weil Spam oder beleidigende beziehungsweise verhetzende Tweets gepostet werden. Außerdem geht das Unternehmen so vor, wenn ein Konto gehackt wurde. Genau das ist Dorsey erst in diesem Sommer passiert, als Hacker seine Twitter- und Vine-Konten übernahmen. Der CEO war nicht das einzige Opfer, viele Promis teilten sein Schicksal, unter ihnen auch Katy Perry.

Konto-Sperrungen wegen unangebrachten Inhalten sind immer eine heikle Angelegenheit. Wo endet die Meinungsfreiheit, wo beginnt Zensur? So erhielt Twitter wegen der Sperrung zwar viel Beifall, nachdem es vor wenigen Tagen Konten sperrte, die Anhängern der sogenannten "Alt-right"-Bewegung gehören. Allerdings gab es auch wütende Proteste. Die "Alternativen Rechten" sind bekannt dafür, Vorurteile gegen Minderheiten in den USA zu schüren und gelten als glühende Trump-Unterstützer.

Quelle: n-tv.de, kwe

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