Technik

Noch eine Woche Gratis-UpgradeUmstieg auf Windows 10 - so geht's

21.07.2016, 17:17 Uhr
imageVon Klaus Wedekind
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Noch bis zum 29. Juli bietet Microsoft das Upgrade auf Windows 10 kostenlos an. (Foto: Microsoft)

Noch bis zum 29. Juli gibt es Windows 10 für kompatible Computer gratis. Man kann sich auch noch kurzfristig entscheiden, das Upgrade ist schnell erledigt. n-tv.de zeigt, wie es geht und was dabei zu beachten ist.

Manche PC-Besitzer möchten ihren Computer nicht auf Windows 10 aktualisieren, weil sie Datenschutzbedenken haben oder ihr gut funktionierendes System nicht ändern wollen. Bei anderen ist der Rechner selbst schon zu alt oder sie wollen betagte Programme oder Zusatz-Geräte weiter verwenden. Das ihr gutes Recht. Viele Nutzer haben aber schlicht vergessen, dass es das kostenlose Upgrade auf das neue Betriebssystem nur noch bis zum 29. Juli gibt, haben die Umstellung vor sich her geschoben oder entscheiden sich kurzfristig für die Aktualisierung. Kein Problem, die Aktualisierung kriegt man auch am letzten Tag noch locker über die Bühne.

Eignungsprüfung ist Pflicht

Bevor man loslegt, sollte man unbedingt prüfen, ob Windows 10 auf dem Rechner auch problemlos arbeitet. Grundsätzlich upgradefähig sind Computer, auf denen Windows 7 mit dem Service Pack 1 (SP1) oder Windows 8.1 installiert ist und deren Hardware die Mindestanforderungen erfüllen. Fehlende Treiber und andere Schwächen können ein Upgrade aber trotzdem unmöglich oder zumindest nicht empfehlenswert machen. Aufschluss gibt ein Klick auf Microsofts Upgrade-Assistenten, der sich hinter dem weißen Windows-Symbol in der Taskleiste verbirgt. Falls er nicht zu sehen ist, kann man das Tool ("Windows 10 abrufen") auch nachträglich installieren.

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Bei knappem Speicher sollte man nach der erfolgreichen Aktualisierung "Windows.old" löschen, um Platz zu schaffen. (Foto: kwe)

Zeigt Microsoft im Assistenten an, dass der Rechner startklar für Windows 10 ist, kann man eigentlich loslegen. Um hundertprozentig sicherzugehen, empfiehlt es sich aber, vorher zusätzlich beim Hersteller nachzusehen. Meistens sind spezielle Support-Seiten eingerichtet, wo Nutzer ihr Modell überprüfen können. Unter anderem bieten Acer, HP, Lenovo und Sony diesen Service an.

Platz schaffen

Spricht technisch nichts mehr gegen das Upgrade, gibt es noch zwei Dinge zu erledigen. Die Aktualisierung benötigt mindestens 8 Gigabyte freien Speicherplatz. Wird er knapp, löscht oder deinstalliert man am besten nicht benötigte Dateien und Programme und startet die Datenträgerbereinigung. Alternativ kann man auch einen externen Speicher anschließen. Er wird dann aber auch immer für Wiederherstellungen gebraucht, kann also nicht mehr anderweitig verwendet werden.

Schließlich sollte unbedingt vor dem Upgrade ein Backup gemacht werden. Dazu klickt man auf Start, öffnet in der Systemsteuerung den Bereich System und Sicherheit und klickt dort auf Sichern und Wiederherstellen. Wahlweise kann man auch spezialisierte Software eines Drittanbieters dafür verwenden. Ist alles erledigt, kann man entweder das Upgrade über den Assistenten starten oder mit dem Medienherstellungstool ein USB-Laufwerk, eine DVD oder eine ISO-Datei erstellen.

Mit einem Extra-Medium kann man alternativ Windows 10 auch ganz frisch installieren, wenn man dies möchte. Eine Anleitung dafür stellt Microsoft auf der Support-Seite unter Verwendung des Medienerstellungstools bereit. Achtung: Dabei werden alle Daten in der Installations-Partition gelöscht. Für die Installation benötigt man einen gültigen Windows-7- oder 8.1-Produktschlüssel.

Tschüss, altes Windows!

Wenn nach der Installation alles gut funktioniert und keine Dateien vermisst werden, kann man das bei der Installation zur Sicherheit archivierte alte Windows löschen, um Speicherplatz freizugeben. Am besten wartet man damit einen Monat. In dieser Zeit erlaubt Microsoft nämlich die Rückkehr zur vorherigen Windows-Version über Einstellungen - Update und Sicherheit - Wiederherstellung. Für die Putzaktion startet man wieder die Datenträgerbereinigung. Am elegantesten tut man dies über das Suchfenster von Cortana, indem man den Begriff dort eingibt. Im geöffneten Programm klickt man Systemdateien bereinigen an, setzt ein Häkchen bei Vorherige Windowsinstallation(en) und klickt auf OK.

Quelle: ntv.de

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