Schluss mit Sex in US-BüchereienVerpflichtung zu Porno-Filtern
Mit öffentlichen Finanzmitteln unterstützte Büchereien in den USA müssen ihre Internet-Zugänge mit Porno-Filtern versehen.
Öffentliche Büchereien in den USA können vom Kongress gezwungen werden, an ihren Computern Filter zu installieren, die Porno-Seiten herausfiltern. Das entschied der Oberste Gerichtshof nach Medienberichten vom Dienstag. Der Kongress habe das Recht diese Bedingungen zu stellen, wenn er Gelder für die Bibliotheken bewillige, urteilten die Richter.
Der Verband der Amerikanischen Büchereien und eine Gruppe Internetnutzer hatten sich gegen das entsprechende Gesetz gewandt.
Sie argumentierten, die Filter-Software sei so unpräzise, dass Millionen Amerikaner, die die Bücherei-Computer zum Surfen nutzen, Zugang auf wichtige Webseiten wie Gesundheitsratgeber oder moderne Kunst verweigert werde.
Nach Informationen der Zeitung "USA Today" bieten 95 Prozent der amerikanischen Büchereien Internetzugänge. Im Jahr 2000 hätten nur 7 Prozent Filtersoftware eingesetzt. Der republikanische Abgeordnete Ernest Istook, der das Gesetz eingebracht hatte, erklärte, die Büchereien müssten sich entscheiden. Sie könnten weiter einen unbegrenzten Internetzugang anbieten, müssten dann aber auf staatliche Unterstützung verzichten.