Technik

BMW ist kein Spaßverderber Warum fährt in Las Vegas ein Motorrad selbst?

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(Foto: kwe)

Auf der CES in Las Vegas kann man auf dem BMW-Stand ein selbstfahrendes Motorrad sehen. Die Technik ist bemerkenswert, aber wozu soll das gut sein?

Wenn man einen Biker fragt, ob er ein selbstfahrendes Motorrad gut findet, wird man wahrscheinlich fast immer die Gegenfrage gestellt bekommen, was der Sinn eines solchen Gefährts sein soll. Geht es beim Motorradfahren nicht vor allem um den Fahrspaß, eine Maschine zu beherrschen, gekonnt durch Kurven zu steuern und die ideale Linie selbst zu finden? Daher erscheint es erstmal ziemlich überflüssig zu sein, dass BMW auf der CES in Las Vegas eine selbstfahrende BMW R 1200 zeigt, die in der Lage ist, alleine anzufahren, zu beschleunigen, kurvenreiche Manöver zu absolvieren und anschließend bis zum Stillstand abzubremsen. 

Den Münchnern geht es dabei aber nicht darum, den Bikern den Spaß zu verderben, sondern sie möchten ihnen wie schon den Autofahrern mit intelligenten Assistenzsystemen zur Seite stehen – und ihnen so vielleicht in einer extremen Situation sogar das Leben retten.

Der Fahrer profitiert

Die Entwicklung des selbstfahrenden Motorrads hat laut BMW zum Ziel, die gewonnenen Erkenntnisse über fahrdynamische Prozesse dazu zu nutzen, den Fahrer in Zukunft beim Erkennen von Gefahrensituationen sowie beim Bewältigen anspruchsvoller Fahrmanöver zu unterstützen. So könne das selbstfahrende Motorrad mit seinem umfassenden Wissen über die Ideallinie und die perfekte Schräglage in Kurven, den korrekten Bremspunkt und die traktionsoptimierte Beschleunigung dem Fahrer dabei helfen, seine Fähigkeiten stetig zu verbessern.

Dies könnte in der Praxis also so aussehen, dass das Fahrverhalten analysiert wird und der Biker in der Auswertung sehen kann, wo er Fehler gemacht hat, welche Manöver kritisch waren und was er besser machen kann. BMW ist also kein Spaßverderber, sondern will im Gegenteil neben der Sicherheit auch die Freude am eigenen Können steigern.

Quelle: n-tv.de

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