Technik

Smartphone als Vorbild Zeiss baut eigene Vollformatkamera

zeiss_zx1_03.jpg

Die Zeiss XZ1 ist eine schnörkellose Vollformat-Kompaktkamera.

(Foto: Zeiss)

Die ZX1 wird die erste Vollformatkamera, die Zeiss im kommenden Jahr auf den Markt bringen möchte. Sie soll nicht nur durch eine überragende Bildqualität, sondern auch durch ein außergewöhnliches Bedienkonzept überzeugen.

"Schießen, bearbeiten, teilen" lautet das Motto, unter dem Zeiss seine erste Vollformatkamera entwickelt. Auf der Photokina in Köln stellte das deutsche Traditionsunternehmen die ZX1 vor, die schon im kommenden Jahr in den Handel kommen soll. Sie ist keine gewöhnliche DSLM-Kamera, sondern bietet ein neues Bedienkonzept, das so intuitiv wie bei einem Smartphone sein soll.

Objektiv und Sensor neu entwickelt

Zeiss-Objektive gehören zu den besten, die man kaufen kann. Für die ZX1 hat das Unternehmen eine neue 35-Millimeter-Festbrennweite mit Blende f/2 designt, die mit dem selbst entwickelten 37,4-Megapixel-Sensor perfekt zusammenarbeiten soll. Die ZX1 ist keine Systemkamera, es wird also keine Wechselobjektive geben.

Der Sensor deckt einen Empfindlichkeitsbereich von ISO 80 bis 51.200 ab, die Verschlusszeiten liegen zwischen 1/8000 Sekunde und 30 Sekunden, rein mechanisch ist 1/1000 Sekunde drin. Die Kamera kann Videos in 4K-Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde (fps) oder in Full-HD mit 60 fps aufnehmen. Mit drei Serienbildern pro Sekunde ist die Kamera keine Sprinterin und Fotografen müssen ohne optische Bildstabilisierung auskommen.

Nur interner Speicher

zeiss_zx1_02.jpg

Das Display spielt bei der ZX1 eine wichtige Rolle.

(Foto: Zeiss)

Außergewöhnlich wird die ZX1 erst durch ihren weiteren Aufbau. So hat Zeiss auf einen SD-Karten-Einschub verzichtet und die Kamera mit satten 512 Gigabyte (GB) internem Speicher ausgestattet, der für rund 6800 RAW-Dateien oder 50.000 JPGs Platz bietet.

Wie bei Smartphones soll der Fotograf außerdem in der Lage sein, Fotos unkompliziert zu teilen. Dazu bietet die ZX1 Bluetooth, WLAN, NFC und einen schnellen USB-C-Anschluss (USB 3.1). Außerdem gibt es Buchsen für Mikrofone und Kopfhörer. Auch bei Software-Updates soll die Kamera unkompliziert sein, sie holt sie sich selbst über WLAN aus dem Internet.

Ein technischer Leckerbissen ist der elektronische Sucher, der auf einem 0,7 Zoll großen OLED-Display 1920 x 1080 Pixel hat und damit äußerst scharf auflöst. Er sitzt wie bei klassischen Messsucherkameras auf der linken Seite und biete eine 0,74-fache Vergrößerung.

Lightroom an Bord

Besonders wichtig ist bei der Zeiss ZX1 das 4,3 Zoll große Touch-Display auf der Rückseite, das mit einer Pixeldichte von 338 ebenfalls recht scharf ist. Das ist auch gut so, denn wie beim Smartphone wird die Kamera vor allem über den Bildschirm bedient. Außerdem ist auf der ZX1 Adobe Photoshop Lightroom CC mit einer eigens entwickelten Bedienoberfläche installiert, damit Fotografen ihre Aufnahmen direkt auf der Kamera bearbeiten und verwalten können.

Der Akku hat eine Kapazität von 3190 Milliamperestunden und wird offenbar in der Kamera geladen - ein Ladegerät gehört nicht zum Lieferumfang. Inklusive Akku wiegt die ZX1 800 Gramm. Das Gehäuse ist aus Aluminium und staub- und spritzwassergeschützt.

Einen Preis der XZ1 hat Zeiss bisher noch nicht genannt, er soll erst zum offiziellen Marktstart Anfang kommenden Jahres bekannt gegeben werden.

Quelle: n-tv.de, kwe