Knappes Ergebnis51,4 Prozent für ErdoganNach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu entfielen nach Auszählung aller Stimmen 51,41 Prozent der Stimmen auf "Ja". 48,59 Prozent der Wähler votierten mit "Nein".17.04.2017
Zahlen-CheckWie viele deutsche Türken sagten "Ja"?Mehr als 63 Prozent der in Deutschland lebenden Türken haben für die Einführung des Präsidialsystems in der Türkei gestimmt. Kann man daraus den Schluss ziehen, dass zwei Drittel der Deutsch-Türken nicht integriert sind? Wohl kaum.17.04.2017Von Hubertus Volmer
Alle Macht für Erdogan?Der Egoismus siegtDie Mehrheit der Türken stimmt für Erdogans Verfassungsreform. Und damit für einen Kurs, der Millionen von Bürgern ihrer Freiheit beraubt. Die Beweggründe vieler Ja-Sager sind fragwürdig. Die Versöhnung der polarisierten Lager wird schwer.17.04.2017Ein Kommentar von Issio Ehrich, Istanbul
Erfolgreiches ReferendumAuslandstürken tragen Erdogan zum SiegWahlkampfauftritte türkische Politiker treiben die EU Anfang des Jahres zur Weißglut. Doch der Ärger scheint sich für den türkischen Präsidenten gelohnt zu haben: In Deutschland, Österreich und anderen EU-Staaten erhält seine Verfassungsreform deutlich mehr Zustimmung als in der Heimat.17.04.2017
"Tür für EU-Beitritt ist zu"Türkei-Referendum ärgert deutsche PolitikerDas Ergebnis ist knapp, aber scheinbar setzt sich der türkische Präsident Erdogan bei dem Verfassungsreferendum durch. Für die deutschen Parteien sind damit Konsequenzen fällig: Von der Neubewertung des Türkei-Kurses bis zum Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen.17.04.2017
"Historische Entscheidung"Erdogan erklärt sich zum SiegerDie Türkei wird allem Anschein nach in Zukunft von einem Präsidenten regiert. Die Wahlkommission erklärt die Befürworter der Verfassungsreform um Staatschef Erdogan zum Sieger des Referendums. Die türkische Opposition spricht dagegen von Unregelmäßigkeiten und will das Ergebnis anfechten.16.04.2017
Referendum in der TürkeiGegen Erdogan zur Not eine Flasche Whisky Ein Großteil der türkischen Gesellschaft ist liberal und weltgewandt. Ein Ja für Erdogans Präsidialsystem wäre für viele dieser Menschen kaum zu ertragen. Wie für den DJ Emin, für den es womöglich nur noch ums Überleben gehen würde.16.04.2017Von Issio Ehrich, Istanbul
Türkische Wahllokale im SüdostenOpposition beklagt Schikane durch PolizeiAus den türkischen Kurdengebieten gibt es Berichte über Behinderungen der Wahlbeobachter durch die Polizei. Einem Vertreter des Europarats wird zunächst der Zutritt verwehrt. Hunderttausende können nicht über die Verfassungsänderung abstimmen.16.04.2017
Machtkampf im rechten Lager"Erdogan will einen schwachen MHP-Vorsitzenden"Ümit Özdağ gehört einer Bewegung an, die Erdogan den Sieg kosten könnte. Der frühere Politiker der ultranationalistischen MHP spricht im Interview über Deals, Angriffe auf Wahlkampfveranstaltungen und seine Gründe für ein Nein zum Präsidialsystem.16.04.2017
Verfassungsreform in der TürkeiErlegen die wilden Wölfe Erdogans Beute?Erdogan wirbt zusammen mit türkischen Ultranationalisten für seine Verfassungsreform. Doch die Reihen von AKP und MHP sind nicht geschlossen. Eine Gruppe wirbt für ein Nein – und stößt zumindest in Teilen der rechten Klientel auf Zustimmung.16.04.2017Von Issio Ehrich, Sincan