"Die Notlage hält an."Alarmstufe nach schweren Waldbränden in Frankreich und Spanien gesenkt

Beim Kampf gegen die schweren Waldbrände in Spanien und Frankreich zeichnet sich eine leichte Entspannung ab.
Beim Kampf gegen die schweren Waldbrände in Spanien und Frankreich zeichnet sich eine leichte Entspannung ab. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez senkte die Alarmstufe für einen Großbrand an der Grenze zwischen Madrid und der Region Kastilien und León, mahnte aber zugleich, dies sei noch keine Entwarnung. "Die Notlage hält an." Man bleibe trotz der Herabstufung in Alarmbereitschaft. Mindestens zehn weitere Brände im Land bereiteten weiterhin Sorgen. Das Wetter in der Nacht half der Feuerwehr, die Brände einzudämmen. Rund 1000 evakuierte Bewohner aus Ortschaften nahe dem San-Juan-Stausee westlich von Madrid durften aber noch nicht zurückkehren. Auch beim Eindämmen des Waldbrands in Vall d'Uixo in der Provinz Castellón an der Mittelmeerküste nördlich von Valencia gab es den Behörden zufolge Fortschritte. Dort konnten Bewohner mehrerer kleinerer, geräumter Orte wieder in ihre Häuser zurück.
In Frankreich stabilisierte sich die Lage nahe Bordeaux im südwestlichen Département Gironde. Die Behörden teilten mit, dass sich die Brände, die eine Fläche von 42.000 Hektar zerstört haben, über Nacht nicht weiter ausgebreitet hätten. Zudem wurden zwei Personen wegen des Verdachts auf Brandstiftung festgenommen. Wegen der Feuer in den dortigen Kiefernwäldern mussten rund 220.000 Anwohner und Urlauber in Sicherheit gebracht werden, von denen etwa 60.000 inzwischen wieder in ihre Unterkünfte durften. Die Behörden erwarteten für Donnerstag eine leichte Entspannung bei den Wetterbedingungen mit sinkenden Temperaturen und Gewittern. Es galt jedoch weiterhin eine extreme Hitzewarnung für das Département Gironde. Der Wetterdienst Meteo France warnte, dass sich die größte Waldbrandgefahr nun auf den Südosten des Landes und die Mittelmeerregion verlagere. Die Brände in Frankreich haben in diesem Jahr mehr Fläche zerstört als in jedem anderen Jahr seit 2006.