Sinkende Zahlen seit 2011Antibiotika-Abgabe für Tiere bleibt 2025 auf niedrigem Niveau

Die Menge der in der Tiermedizin abgegebenen Antibiotika hat sich nach Angaben des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zuletzt auf niedrigem Niveau stabilisiert.
2025 sei die Menge marginal um 0,3 Tonnen gesunken, teilte das BVL am heutigen Dienstag mit. Demnach wurden wie im Vorjahr rund 562 Tonnen Antibiotika an die Tierärzteschaft und weitere Empfänger abgegeben.
Die Behörde hob hervor, dass sich die Antibiotika-Abgabemenge im Vergleich zu 2011, dem ersten Jahr der Erfassung, um 67 Prozent verringert habe. Im Jahr 2025 sei nun insbesondere der deutliche Rückgang der Abgabemenge des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als kritisch eingestuften Wirkstoffes Colistin "als Erfolg zu bewerten", erklärte BVL-Präsidentin Gaby-Fleur Böl.
Antibiotika wie beispielsweise Penicilline werden in der Tierhaltung zur Behandlung bakterieller Infektionen bei Tieren eingesetzt. Zugleich wirft dieser Einsatz auch Fragen zu möglichen gesundheitlichen Risiken für Verbraucherinnen und Verbraucher auf. Außerdem kann die Entstehung sogenannter Resistenzen begünstigt werden. Damit ist gemeint, dass Erreger unempfindlich gegen bestimmte Antibiotika werden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) plädiert daher dafür, den Antibiotika-Einsatz "auf das unbedingt therapeutisch notwendige Maß" zu begrenzen.