Wirtschaft

Grünes Licht für Frachtflieger Airbus attackiert Boeing in neuem Geschäftsfeld

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Airbus erhöht die Lieferprognose.

(Foto: picture alliance/dpa/TASS)

Der Flugzeugbauer Airbus fährt die Kapazitäten wieder hoch. Dank Stellenstreichungen und mehr Auslieferungen verdient das deutsch-französische Unternehmen wieder Geld. Neubestellungen kommen jedoch weiter nur zögerlich.

Der europäische Flugzeugbauer Airbus erholt sich schnell von der Corona-Krise in der Luftfahrt. Der französisch-deutsche Konzern erwartet für das laufende Jahr mit vier Milliarden Euro operativ doppelt so viel Gewinn wie bisher. Nach sechs Monaten stehen vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten (Ebit bereinigt) bereits 2,7 Milliarden Euro zu Buche, wie Airbus in Toulouse mitteilte. Vor einem Jahr hatte der Konzern unter dem Eindruck der Corona-Pandemie und eines fast brachliegenden Luftverkehrs noch fast eine Milliarde Euro Verlust geschrieben.

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Der Umsatz schnellte im ersten Halbjahr um 30 Prozent auf 24,6 Milliarden Euro, im zweiten Quartal ging es sogar um 70 Prozent nach oben. Die Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten deutlich. Unter dem Strich steht nach sechs Monaten ein Nettogewinn von 2,23 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum war ein Minus von 1,92 Milliarden Euro aufgelaufen. Im ersten Halbjahr hätten sich auch die Sparmaßnahmen ausgezahlt, sagte Faury. Airbus ist dabei, rund 15.000 Stellen zu streichen, die meisten davon in Deutschland und Frankreich.

Nun will Airbus die Dominanz des US-Erzrivalen Boeing im Frachtgeschäft brechen. Der Aufsichtsrat habe grünes Licht für die Entwicklung einer Fracht-Version des Airbus A350 gegeben, sagte Vorstandschef Guillaume Faury. "Wir reagieren damit auf den Kundenwunsch nach mehr Konkurrenz und Effizienz in diesem Marktsegment." Boeing-Chef Dave Calhoun hatte am Vortag über eine Frachtversion des Langstrecken-Jets 777X gesprochen, die es "hoffentlich in naher Zukunft" geben werde.

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Airbus schraubte auch die Erwartung für die Auslieferungen nach oben. Bis Jahresende sollen 600 Verkehrsflugzeuge an die Kunden übergeben werden; bisher war das Vorjahresniveau von 566 Maschinen die Zielmarke. Im ersten Halbjahr wurden 297 Flugzeuge ausgeliefert, gut die Hälfte mehr als von Januar bis Juni 2020.

Bei den Neubestellungen zögern die von der Krise gebeutelten Fluggesellschaften und Leasingfirmen aber noch: Von Januar bis Juni standen 165 (Vorjahr: 365) Orders zu Buche, 127 bestellte Flugzeuge wurden in der gleichen Zeit storniert. Der Auftragsbestand liegt aber noch immer bei fast 7000 Maschinen.

Quelle: ntv.de, jwu/rts

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