Wirtschaft

Bob Lutz sieht schwarz Auto-Veteran sagt Tesla-Pleite voraus

Bob Lutz ist ein Urgestein der Automobilindustrie. Jahrzehntelang war er für mehrere Konzerne, darunter auch BMW, in führenden Positionen tätig. Sein Wort hat Gewicht - und wiegt für Tesla schwer.

Der ehemalige General-Motors-Chef Bob Lutz sagt das Ende von Tesla voraus. Der heute 85-Jährige, der auch für Ford, Chrysler und BMW tätig war, rief auf einem Autoforum Sammler auf, sich schnell noch ein Tesla Model S zu kaufen, "solange es noch zu haben ist", berichtete das Branchenblatt "Automobilwoche".

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Lutz, dessen automobile Karriere 1963 bei GM begann, kann dem Model S zwar einiges abgewinnen. Er sagte der Zeitung zufolge, "vor allem mit den Performance-Upgrades" sei es "eines der schnellsten, agilsten und am bestens bremsenden Limousinen, die man heutzutage weltweit kaufen kann". Was den Auto-Veteran bei Tesla aber stört, sind die Geschäftspraktiken des Unternehmen: Diese seien nicht erfolgversprechend: Firmenchef Elon Musk habe es "nicht verstanden, dass die Umsätze höher sein müssen als die Kosten", so Lutz. Für die Zukunft von Tesla sehe er deshalb schwarz.

Tesla kämpft derzeit mit Produktionsproblemen rund um das Model 3, das für den Massenmarkt vorgesehen ist. Die gebaute Stückzahl blieb bisher weit hinter den auch eigenen Erwartungen zurück. Gleichzeitig kämpft der Elektroautopionier mit andauernden Verlusten.

Die Anleger scheinen indes weiter an den Erfolg des US-Unternehmens zu glauben. Am Dienstag konnte der Kurs leichte Gewinne verbuchen, kletterte an der Wall Street bis auf ein Tageshoch von 360 Dollar. Damit liegt das Papier nur unweit seines Allzeithochs von knapp 390 Dollar.

Quelle: n-tv.de, bad