Wirtschaft

Kampf gegen GeldwäscheBank of America muss Milliardenstrafe zahlen

14.10.2026, 06:53 Uhr
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Der Quartalsgewinn der Bank wird durch die Strafe um 17 Cent pro Aktie reduziert. (Foto: picture alliance / NurPhoto)

Das US-Finanzministerium verhängt gegen die Bank of America die bisher dritthöchste Geldstrafe seiner Geschichte. Das Finanzinstitut muss über eine Milliarde Dollar entrichten, weil es verdächtige Aktivitäten nicht meldete.

Die Bank of America hat in den USA eine Geldstrafe von 1,2 Milliarden Dollar wegen Versäumnissen bei der Geldwäschebekämpfung und anderer Verstöße bekommen. Das Finanzministerium erklärte, dies sei die dritthöchste je von ihm verhängte Geldstrafe. Die Großbank habe es versäumt, verdächtige Aktivitäten im Umfang von mehr als fünf Milliarden Dollar zu melden, darunter solche, die Risiken für die nationale Sicherheit darstellten.

Die Bank habe bei der Erstellung von Compliance-Programmen ihren eigenen Erträgen Vorrang eingeräumt. "Wenn eine Bank dieser Größe ihren Verpflichtungen zur Bekämpfung von Geldwäsche und zur Einhaltung von Sanktionen nicht nachkommt, reichen die Folgen weit über ihre eigenen Mauern hinaus", erklärte Finanzminister Scott Bessent.

In dem Strafbetrag ist auch eine Zahlung von 11,6 Millionen Dollar nach einem Vergleich wegen der Verletzung von Sanktionen unter anderem gegen Iran und Russland enthalten, wie das Ministerium mitteilte. Laut einem Gerichtsdokument wird die Bank externe Prüfer zulassen, die verdächtige Transaktionen analysieren sollen. Die Bank verwies in einer Stellungnahme bei Bloomberg darauf, dass sie bereits Milliarden Dollar in Technologie zum Kampf gegen Finanzkriminalität investiert habe. Man arbeite daran, die von Regulierern angeprangerten Probleme zu beheben. 

Die Bank teilte mit, ihre am Mittwoch zur Veröffentlichung anstehenden Ergebnisse für das dritte Quartal würden eine nicht steuerlich absetzbare Belastung in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar enthalten, die den Quartalsgewinn um etwa 17 Cent pro Aktie schmälern werde.

In der vergangenen Woche hatten die Behörden wegen ähnlicher Mängel bei der Geldwäschebekämpfung eine Geldstrafe in Höhe von 350 Millionen Dollar gegen die American Express National Bank verhängt, die Direktbanktochter des Kreditkartenriesen American Express.

Quelle: ntv.de, lme/rts/dpa

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