Wirtschaft

Frage der nationalen Sicherheit Biden setzt auf Computerchips "made in America"

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"Made in America" - hergestellt in den USA - darum geht es Joe Biden bei der Chipproduktion. Aus diesem Grund kam der US-Präsident auch zur Grundsteinlegung einer Chip-Fabrik im Bundesstaat Ohio.

(Foto: IMAGO/ZUMA Wire)

Nicht mehr in Taiwan oder China sollen die hochmodernen Computerchips für die US-Wirtschaft entstehen, sondern in Amerika selbst. Das fordert Präsident Biden. Da viele Waffensysteme darauf angewiesen sind, steht letztlich die Sicherheit des Landes auf dem Spiel - vor allem mit Blick auf China.

US-Präsident Joe Biden hat die Herstellung hochmoderner Computerchips in den USA als Frage der nationalen Sicherheit im Wettstreit mit China bezeichnet. Biden sagte bei der Grundsteinlegung einer neuen Chipfabrik des US-Halbleiterkonzerns Intel in Columbus im US-Bundesstaat Ohio: "All dies ist in unserem wirtschaftlichen Interesse, und es ist auch in unserem nationalen Sicherheitsinteresse."

Biden verwies in seiner Rede auf ein neues Gesetz, mit dem seine Regierung 52 Milliarden Dollar zur Ankurbelung der US-Halbleiterproduktion bereitstellt. "Es ist kein Wunder, dass sich die Kommunistische Partei Chinas bei US-Unternehmen aktiv gegen dieses Gesetz eingesetzt hat", sagte Biden.

Es gehe beim Wettstreit mit China aber nicht nur um Wirtschaftsfragen. Die USA bräuchten moderne Technik "für die Waffensysteme der Zukunft", die noch mehr als bisher auf Computerchips angewiesen seien. "Leider produzieren wir keine dieser fortschrittlichen Chips in Amerika", monierte der Präsident.

Ohio zwischen Demokraten und Republikanern umkämpft

Bidens Besuch in Ohio war zugleich ein Wahlkampfauftritt vor den Kongresswahlen im November. Der Bundesstaat gehört zum sogenannten Rostgürtel ("Rust Belt"), einer Region im Nordosten der USA, die seit Jahrzehnten schwer unter dem Niedergang der Stahl- und Autoindustrie sowie des Kohlebergbaus leidet. Ohio ist zudem einer der klassischen Swing States, wo mal Bidens Demokraten und mal die Republikaner gewinnen.

Die Kongress-Zwischenwahlen finden ungefähr in der Mitte von Bidens Amtszeit statt. Neu gewählt werden das Repräsentantenhaus sowie Teile des Senats. Im Repräsentantenhaus stellen die Demokraten bisher die Mehrheit, im Senat herrscht ein Patt zwischen Demokraten und Republikanern, das jedoch von Vizepräsidentin Kamala Harris in ihrer Eigenschaft als Senatsvorsitzender zugunsten der Demokraten gebrochen werden kann.

Sollten die Demokraten in einer der beiden Kongresskammern oder sogar in beiden in die Minderheit geraten, würde dies die Handlungsfähigkeit Bidens in der zweiten Hälfte seiner vierjährigen Amtszeit erheblich einschränken.

Quelle: ntv.de, als/AFP

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