Wirtschaft

Verlusttage abgeschüttelt Bidens Corona-Politik beflügelt Wall Street

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Zu Wochenbeginn riss der Dow Jones zwischenzeitlich sogar die Marke von 33.000 Punkten.

(Foto: REUTERS)

Im Verlauf der Pandemie gab es wenig Positives aus den Vereinigten Staaten zu vermelden. Doch seit Joe Biden im Weißen Haus sitzt, ändert sich das. Die Infektionslage entspannt sich zusehends. An der Wall Street kommen die jüngsten Meldungen zum Impffortschritt gut an.

Die sinkenden Renditen am US-Anleihemarkt und positive Corona-Nachrichten haben den New Yorker Aktienbörsen Auftrieb gegeben. Der Leitindex Dow Jones Industrial schüttelte seine moderaten Anfangsverluste schnell ab und arbeitete sich nach oben. Am Ende behauptete er ein Plus von 0,32 Prozent auf 32.731,20 Punkte, womit er sich nach zwei Verlusttagen wieder etwas stabilisierte. Davor hatte das Börsenbarometer erstmals in seiner langen Geschichte die Marke von 33.000 Punkten geknackt.

S&P 500
S&P 500 4.152,25

Für den marktbreiten S&P 500 ging es zum Wochenbeginn letztlich um 0,70 Prozent auf 3940,59 Punkte hoch. Der Nasdaq 100 zog sogar um 1,71 Prozent auf 13.086,51 Zähler an und verkürzte damit etwas seinen Rückstand auf die beiden anderen Indizes. Während diese seit Jahresbeginn knapp sieben beziehungsweise fünf Prozent gewonnen haben, sind es bei dem technologielastigen Auswahlindex gerade einmal rund anderthalb Prozent.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den Vereinigten Staaten geht weiter zurück. Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Joe Biden vor knapp zwei Monaten wurden zudem mittlerweile mehr als 100 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus verabreicht. Damit gingen die Impfungen deutlich rascher voran als gedacht, denn Biden hatte als Zeitraum für diese Menge die ersten 100 Tage seiner Amtszeit und damit Ende April angegeben.

Teslas Kurs erholt sich deutlich

Kursbewegende Unternehmensnachrichten gab es zu Wochenbeginn nur aus der zweiten Reihe. Dass Jetblue eine Wandelanleihe begeben will, drückte die Aktien der Billigfluggesellschaft mit rund achteinhalb Prozent ins Minus. Dagegen sprangen die Anteilsscheine von Kansas City Southern um gut elf Prozent hoch, während Canadian Pacific Railway um 5,4 Prozent nachgaben. Der kanadische Eisenbahnkonzern will Kansas City Southern für 25 Milliarden US-Dollar in Aktien und bar übernehmen. So soll das erste Bahnnetz aus einer Hand entstehen, dass Kanada, die USA und Mexiko miteinander verbindet.

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Bei T-Mobile US konnten sich die Aktionäre über ein Kursplus von rund anderthalb Prozent freuen. Die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom ist von heute an Mitglied im S&P-100-Index. Bei den zuletzt schwächelnden Papieren des Elektroautobauers Tesla stand eine deutliche Kurserholung von 2,3 Prozent auf 670 US-Dollar zu Buche. Sie profitierten von Aussagen der bekannten Fondsmanagerin Cathie Wood, die der Aktie bis 2025 einen Anstieg auf 3000 Dollar zutraut.

Wie der Handelstag auf dem Frankfurter Parkett verlief, können Sie in unserem Börsen-Tag nachlesen.

Der Euro beendete mit moderaten Gewinnen seine jüngste Schwächephase und kostete in New York 1,1937 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1926 (Freitag: 1,1891) Dollar festgelegt, und der Dollar hatte damit 0,8385 (0,8410) Euro gekostet. US-Staatsanleihen legten nach den jüngsten Verlusten wieder zu: Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) stieg um 0,24 Prozent auf 131,54 Punkte. Im Gegenzug sank deren Rendite auf 1,69 Prozent.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa

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