Wirtschaft

Genmanipulierte Pflanzen entdeckt Bundesregierung prüft Verbot für US-Weizen

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Kein Weg zurück: Sind genmanipulierte Sorten einmal auf dem Feld, breiten sie sich unweigerlich weiter aus.

(Foto: REUTERS)

Auf einem Feld im Bundesstaat Washington wurde Pflanzen einer nicht genehmigten Sorte von genmanipuliertem Weizen gefunden. Während Berlin noch prüft, was zu tun ist, verhängt ein anderes Land bereits ein Importverbot.

Das Bundesagrarministerium prüft nach einem Fund gentechnisch veränderter Pflanzen in den USA ein Importverbot von dort angebautem Weizen. Das bestätigte ein Ministeriumssprecher. Es sei allerdings noch nichts entschieden. Demnach informierten die USA Ende Juli darüber, dass auf einem unbestellten Acker im US-Bundesstaat Washington 22 gentechnisch veränderte Weizenpflanzen gefunden worden seien.

Wie der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe berichtet, wurden die Pflanzen durch Genmanipulation resistent gegen das Spritzmittel Glyphosat gemacht. Diese Sorte sei nie von US-Behörden zugelassen worden. Der Agrarkonzern Monsanto habe zugegeben, dass die Pflanzen aus alten Freilandversuchen der Firma stammten, berichtete das Magazin. Japan habe daraufhin ein Importverbot für US-Weizen verhängt.

Die EU-Kommission bat die US-Behörden demnach um "Übermittlung des geeigneten Testverfahrens", mit dem Weizen auf die betreffende gentechnische Veränderung hin untersucht werden könne.

Der für Gentechnik zuständige Grünen-Bundestagsabgeordnete Harald Ebner forderte ein EU-weites Anbauverbot gentechnisch veränderter Pflanzen: "Nationale Verbote reichen nicht, denn Staatsgrenzen halten gerade in Europa weder Pflanzen noch Waren auf." Freilandversuche seien mit einem nicht kalkulierbaren Ausbreitungsrisiko behaftet. Auch einen Anbau zu Forschungszwecken, wie ihn die Bundesregierung erlauben wolle, dürfe es nicht geben.

Quelle: ntv.de, mbo/AFP