Wirtschaft

Deutliches Absatzplus China belebt deutsche Autobauer wieder

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China sorgt für stabile Umsätze bei den deutschen Autobauern.

(Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

Das Muster aus der Finanzkrise wiederholt sich: Chinesische Autokäufer helfen den deutschen Premium-Herstellern zurück in die Spur. Dagegen zeigen sich die Kunden in Nordamerika weiter zurückhaltend.

China erweist sich einmal mehr als Rettungsanker für die deutschen Autohersteller. Im dritten Quartal sorgen starke Verkäufe und Nachholeffekte in Fernost bei BMW, Audi und Mercedes für eine deutliche Erholung der Geschäfte. Damit lassen die drei großen deutschen Premiumhersteller das tiefe Corona-Loch zunächst hinter sich, wie die Absatzzahlen zeigen. Noch im zweiten Quartal hatten alle drei durch die Corona-Krise Einbußen von mehr als 20 Prozent hinnehmen müssen.

Am besten lief es für BMW: Die Münchner kamen von Juli bis September zusammen mit ihrer Tochter Mini auf einen Absatz von 675.680 Autos - ein Plus von 8,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Treiber war vor allem ein um fast ein Drittel stärkeres China-Geschäft. Doch auch in Europa konnten die Bayern 7,1 Prozent zulegen. Die USA und Nordamerika blieben dagegen deutlich im Minus.

Audi kam auf 6,4 Prozent höhere Auslieferungen im dritten Quartal. Absolute Zahlen nennt das Unternehmen noch nicht, rein rechnerisch ergeben sich aber ungefähr 480.000 Autos. Treiber waren ein starker September und gleichfalls kräftig steigende Auslieferungen in China. Inklusive Hongkong ging es dort im Quartal um 17,8 Prozent nach oben. In Europa lag Audi auf Vorjahresniveau, in den USA deutlich im Minus.

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Mercedes-Benz zeigte das langsamste Wachstum der drei Erzrivalen. Im dritten Quartal brachten die Stuttgarter 625.675 Autos der Marken Mercedes-Benz und Smart - das waren 1,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum - an die Kunden. Die leichte Stabilisierung der Absatzlage hat Daimler fast allein dem chinesischen Markt zu verdanken. Dort steigerte der Konzern seine Verkäufe im dritten Quartal um mehr als ein Fünftel. In Europa verzeichnete der Autobauer dagegen ein minimales Minus. Auf dem nordamerikanischen Markt blieben die Absatzzahlen dagegen deutlich im Minus. Im Vergleich der drei Kernmarken BMW, Audi und Mercedes-Benz hatten dennoch die Stuttgarter die Nase vorne.

Ferdinand Dudenhöffer vom Center for Automotive Research (CAR) sieht eine Schlüsselrolle Chinas bei der Erholung der Automobilwirtschaft. "China wird wieder die Lokomotive der Automobilwirtschaft sein - wie bereits nach der Finanzkrise", sagte er. Der Erholung auf dem heimischen Kontinent misst er dagegen noch keine so große Bedeutung zu: "Die besseren Zahlen in Europa sind vor allem Nachholeffekte aus dem schwachen zweiten Quartal."

Quelle: ntv.de, jwu/dpa