Wirtschaft

Koppelung an Inflation Condor zahlt Beschäftigten mehr Geld

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Condor zahlt den Beschäftigten ab 2023 mehr Geld.

(Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto)

Rund 3000 Beschäftigte bei Condor bekommen mehr Geld. Auf die Anpassung der Tarifverträge einigen sich Arbeitgeber und Gewerkschaften außerhalb der regulären Verhandlungsrunde. Der Aufschlag kann bei hoher Inflation sogar noch kräftiger ausfallen.

Nach der Tarifeinigung für das Lufthansa-Bodenpersonal können auch die Beschäftigten des Ferienfliegers Condor mit höheren Gehältern rechnen. Obwohl sämtliche Tarifverträge geschlossen waren, einigte sich die Gesellschaft mit den Gewerkschaften Verdi, Ufo und Vereinigung Cockpit auf Gehaltssteigerungen von mindestens sieben Prozent für die kommenden beiden Jahre.

Bei einer amtlich festgestellten Inflationsrate im kommenden Jahr oberhalb von fünf Prozent soll es weitere zwei Prozentpunkte mehr Gehalt für die rund 3000 Beschäftigten geben, wie eine Unternehmenssprecherin erläuterte. Laut Verdi wurden zudem Kompensationszahlungen für freiwillige Kabinendienste erhöht.

Am Vorabend hatten sich Lufthansa und Verdi auf eine Tariferhöhung für die rund 20.000 Beschäftigten der Airline am Boden geeinigt. Es seien spürbare Gehaltssteigerungen vereinbart worden, die überproportional für die unteren Vergütungsgruppen seien. Das teilte die Lufthansa mit.

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Bei der Lufthansa kommt es damit nicht erneut zu einem Streik der Beschäftigten an Check-in oder bei der Abfertigung von Flugzeugen. Die Einigung sieht nach zwei Jahren Verzicht aufgrund der Corona-Krise eine Lohnerhöhung von 200 Euro im Monat ab 1. Juli 2022 vor. Ab 1. Januar 2023 steigen die Löhne um 2,5 Prozent, mindestens aber 125 Euro. Und ab 1. Juli 2023 nochmals um 2,5 Prozent. Der neue Tarifvertrag soll eine Laufzeit von 18 Monaten haben. Der Einigung müssen noch die Verdi-Mitglieder in einer Befragung zustimmen.

Das Risiko eines Streiks ist bei der Lufthansa unterdessen noch nicht völlig gebannt. Die Tarifverhandlungen mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit gerieten zuletzt ins Stocken, sodass die VC-Mitglieder am vergangenen Wochenende fast einmütig für Streik votierten. Die Gewerkschaft ließ aber die Tür offen, doch noch zu einer Einigung am Verhandlungstisch zu kommen und einen Ausstand zu vermeiden.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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