Wirtschaft

Ergebnissprung dank Paketeflut Corona lässt Post vor Kraft strotzen

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Acht Boeing vom Typ 777f hat die Post-Tochter DHL bestellt.

(Foto: imago images/Christian Grube)

Wochenlang ist das öffentliche Leben wegen der Corona-Pandemie heruntergedimmt. Tausende Geschäfte sind geschlossen - doch die Online-Shops haben rund um die Uhr geöffnet. Das Weihnachtsgeschäft übertrifft alle Erwartungen. Die nächsten Jahre sollen noch besser werden.

Die Deutsche Post hat dank der Paket-Flut während der Corona-Krise die erst im Oktober angehobenen Gewinnerwartungen übertroffen. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) sei im abgelaufenen Jahr auf 4,8 Milliarden Euro gestiegen, teilte die Post mit. 2019 hatte sich das operative Ergebnis auf 4,1 Milliarden Euro belaufen.

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In Aussicht gestellt hatte der Dax-Konzern zuletzt 4,1 bis 4,4 Milliarden. Dabei hat die Post noch Sondereffekte von 600 Millionen Euro verkraftet. Allein im vierten Quartal mit dem Weihnachtsgeschäft legte das Ebit um mehr als die Hälfte auf fast zwei Milliarden Euro zu. Der Umsatz des Logistikkonzerns kletterte im Gesamtjahr um fünf Prozent auf 66,8 Milliarden Euro, getrieben von einem Plus von 13 Prozent in den letzten drei Monaten. Die vorläufigen Zahlen trieben die Post-Aktie weiter.

Für das laufende und das nächste Jahr geht die Post erneut von kräftigen Gewinnzuwächsen aus. Das Ebit soll 2021 bei mehr als 5,4 Milliarden Euro liegen, für 2022 noch einmal höher.

Konzern ordert acht weitere Boeing

Unterdessen hat die Deutsche-Post-Tochter DHL Express acht weitere Frachtflugzeuge vom Typ Boeing 777F bestellt. Die Investition sei ein weiterer Schritt beim Ausbau des interkontinentalen Luftfrachtnetzes des Logistikkonzerns, hieß es. Der Konzern wolle damit der schnell wachsenden Kundennachfrage auf den internationalen Expressversandmärkten gerecht werden. Die ersten Maschinen sollen bereits 2022 ausgeliefert werden. 

"Obwohl die gegenwärtige Gesundheitskrise viele Lebensbereiche zum Stillstand gebracht hat, gibt es beim Welthandel keine Pause", sagte DHL-Express-Chef John Pearson. Dank der anhaltenden Digitalisierung sei das weltweite E-Commerce-Volumen des Unternehmens im vierten Quartal um mehr als 40 Prozent gewachsen.  

DHL Express führt mit einer Flotte von mehr als 260 Flugzeugen und 17 Partner-Airlines nach eigenen Angaben jeden Tag mehr als 600 Flüge in 220 Länder und Territorien durch. Bereits 2018 hatte DHL Express 14 Maschinen desselben Typs bestellt, 10 davon sind bereits im Dienst. Die Boeing 777F hat eine Reichweite von 9200 Kilometern und kann ein maximales Frachtvolumen von 102 Tonnen transportieren.

Quelle: ntv.de, jwu/rts/dpa