Wirtschaft

Mega-Paketaufkommen zum Fest DHL erwartet "unerreichte Sendungsmengen"

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Weltweit arbeiten rund 100.000 Mitarbeiter für DHL Express.

(Foto: picture alliance/dpa)

Weihnachten lässt nicht mehr lange auf sich warten. Der Paketlieferdienst DHL Express rechnet deshalb bald mit einem neuen Rekord hinsichtlich der Sendungsmengen. Grund dafür ist nicht nur die Corona-Krise, sondern auch ein verändertes Kaufverhalten.

Der Paketlieferdienst DHL Express, Tochter der Deutschen Post, rechnet in den Wochen bis Weihnachten mit weltweit "bisher unerreichten Sendungsmengen". Das Volumen im globalen Netzwerk von DHL Express werde um mehr als 50 Prozent im Vorjahresvergleich zunehmen, teilte der Konzern mit. "Die Globalisierung und Digitalisierung treiben Online-Shopping und Express-Versand auf neue Spitzenwerte." Beschleunigt werde diese Entwicklung durch das veränderte Kaufverhalten aufgrund der Corona-Pandemie.

DHL Express verwies auf die anstehenden "beliebten Mega-Shopping-Days": die aus den USA stammenden Aktionstage Black Friday und Cyber Monday, an denen die US-Einzelhändler ihre Kundschaft traditionell mit Sonderangeboten locken, sowie das gesamte Weihnachtsgeschäft. Folglich erwarte der Konzern ein "Allzeithoch".

DHL Express hat nach eigenen Angaben mehr als 100.000 Mitarbeiter in mehr als 220 Ländern und Territorien. Um die Mengen des Online-Versands, aber auch die der Schutz- und Medizingüter zu bewältigen, ist laut Unternehmen eine hohe zusätzliche Anzahl von Frachtflügen notwendig, da ein Großteil der Passagierflugzeuge weiterhin nicht fliegt. DHL Express habe die Zahl seiner täglichen Flüge deutlich erhöht und sechs neue Flugzeuge in Betrieb genommen.

Hohe Erwartungen auch bei Hermes und DPD

Vor einigen Tagen meldeten bereits Hermes und DPD, im Vergleich zum Vorjahr mit einem Mengenwachstum von 20 Prozent zu rechnen. Während DPD, Tochter der französischen Post, keine absolute Zahl nannte, sprach Hermes von voraussichtlich 120 Millionen Paketzustellungen im letzten Jahresquartal und damit einem Fünftel mehr als ein Jahr zuvor. Die beiden Firmen sind die ärgsten Wettbewerber der Deutschen Post.

Der kleinere Konkurrent GLS, eine Tochter der britischen Royal Mail, erwartet ebenfalls brummende Geschäfte. "In diesem Jahr gehen wir von einer Rekordmenge aus, welche durch höhere Online-Bestellungen getrieben sein wird", sagte eine Sprecherin vergangene Woche. GLS Deutschland rechne mit einem Zuwachs von mehr als 100.000 Paketen am Tag.

Das Weihnachtsgeschäft beginnt nach Branchenverständnis schon im Oktober, wenn die Menschen im Internet erste Geschenke für ihre Familie und Freunde bestellen, und endet mit der Retourenwelle unpassender Präsente nach Weihnachten.

Quelle: ntv.de, nan/AFP/dpa

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