Wirtschaft

Bezos verteidigt Bewerbung Darum will Amazon fürs Pentagon arbeiten

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Jeff Bezos möchte einen Beitrag zur Landesverteidigung leisten. Daher bewirbt sich Amazon um einen Auftrag des Pentagons.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sollte ein Konzern wie Amazon mit dem US-Verteidigungsministerium zusammenarbeiten? Google hat sich beispielsweise dagegen entschieden - aus ethischen Gründen. Doch Amazon-Boss Bezos verteidigt nun sein Angebot.

Amazon-Chef Jeff Bezos hat das Angebot seines Konzerns für einen Cloud-Computing-Auftrag des Pentagons verteidigt. "Dies ist ein tolles Land, und es ist nötig, dass es verteidigt wird", sagte er auf einer Konferenz in San Francisco. Google hatte sich erst vergangene Woche aus dem Bieterrennen zurückgezogen und auf ethische Bedenken verwiesen. Damit erhöhten sich die Chancen von Amazon und dem Rivalen Microsoft.

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Das Geschäft mit dem US-Verteidigungsministerium hat einen Umfang von bis zu zehn Milliarden Dollar (8,7 Milliarden Euro). Bei dem Jedi-Projekt (Joint Enterprise Defense Infrastructure) geht es darum, die Computersysteme des Pentagons zu modernisieren.

Bezos sagte am Montag, "wir werden auch weiterhin das Verteidigungsministerium unterstützen". Wenn große Technologieunternehmen dem Ministerium "den Rücken kehren, dann ist dieses Land in Not".

Der Amazon-Chef räumte ein, dass viele in der Technologiebranche "im Gegensatz" zur gegenwärtigen Politik stünden. Doch die USA seien "immer noch der beste Ort der Welt. Jeder will hierher". Bezos fügte hinzu: "Ich würde sie alle reinlassen, wenn ich entscheiden würde."

Google hatte im Juni Leitlinien zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz veröffentlicht. Diese soll demnach nicht für Waffen oder Gewalt gegen Menschen eingesetzt werden dürfen. Das Unternehmen hatte damit auf Mitarbeiterproteste gegen ein Drohnenprojekt des US-Militärs reagiert.

Quelle: n-tv.de, vpe/AFP

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