Wirtschaft

Für gemeinsame Fischbestände EU und Großbritannien einigen sich auf Fangquoten

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Die Fischerei war eines der schwierigsten Themen bei den Post-Brexit-Verhandlungen.

(Foto: REUTERS)

Trotz des britischen EU-Austritts bewirtschaften die Staatengemeinschaft und Großbritannien wichtige Fischbestände weiterhin gemeinsam. Nach fast einem halben Jahr Verhandlungen schaffen sie es nun, Fangquoten für dieses und teilweise das kommende Jahr festzulegen.

Die EU und Großbritannien haben eine Grundsatzvereinbarung über Fangbeschränkungen für gemeinsam genutzte Fischbestände geschlossen. Der erfolgreiche Abschluss der im Januar begonnenen Verhandlungen schaffe eine solide Grundlage für die weitere Zusammenarbeit im Bereich der Fischerei, teilte die EU-Kommission am Abend mit.

Das Abkommen wurde demnach bei einem Telefongespräch zwischen EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius und dem britischen Umweltminister George Eustice getroffen. Der Deal "beweist, dass zwei Partner auf beiden Seiten des Ärmelkanals Vereinbarungen treffen und vorankommen können, wenn sie zusammenarbeiten", erklärte Sinkevicius.

Das Abkommen legt den Angaben zufolge die zulässigen Gesamtmengen für die Befischung von 75 Beständen bis Ende 2021 sowie für bestimmte Tiefseebestände für die Jahre 2021 und 2022 fest. Außerdem werde Klarheit über Zugangsbeschränkungen zu nicht quotengebundenen Arten geschaffen. Sinkevicius kommentierte, das Abkommen schaffe Berechenbarkeit und Kontinuität für den Rest des Jahres. Es sei damit gut für Fischer, Küstengemeinden und Häfen, aber auch für die nachhaltige Nutzung der Meeresressourcen. Die Unterzeichnung des Abkommens wird in den kommenden Tagen erwartet.

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Die EU bewirtschaftet große Teile des Atlantiks und der Nordsee gemeinsam mit Großbritannien. Die Fischerei war der schwierigste Teil der Verhandlungen über das Post-Brexit-Handelsabkommen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich.

Mitte März hatte es erstmals seit dem Brexit eine Einigung auf gemeinsame Fischfangquoten gegeben. Die EU, Großbritannien und Norwegen brachten damals ihre trilateralen Verhandlungen über die Bewirtschaftung der Nordsee zu Ende.

Quelle: ntv.de, mbo/dpa/AFP

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